Auch die heutige Etappe bringt uns keine Steigungen. Wir wandern in der grossen Elsässerebene, die im Norden durch die Vogesen begrenzt ist, im Osten durch den Rhein und im Süden durch die letzten Jura-Ausläufer. Diese Ebene bringt uns mit minimalem Steigungen Richtung Westen zur «Burgunderpforte», wahrscheinlich die Route, um mit den geringsten Höhenunterschieden vom Rhein schlussendlich bis zur Rhône zu gelangen.

Zu diesem Schluss kamen früher schon die französischen Ingenieure, die sich mit der Planung und Realisierung von Kanälen beschäftigten - sie wählten unsere bevorstehende Strecke zur Realisierung des Rhein-Rhône-Kanals, ein Kanal der die transeuropäische Verbindung zwischen Nordsee und Mittelmeer für Schiffe herstellt. Dieser Kanal ist heute noch in Betrieb, allerdings nicht mehr als wichtige Transportachse für den Transport von Massengüter, diese Rolle haben die Eisenbahn und die Strassen übernommen.

Wir werden heute an einen ehemaligen Zubringer zu diesen Kanal stossen, die Hauptzugang zum Kanal erfolgt heute via Mulhouse. Trotzdem werden vielleicht noch Frachtschiffen begegnen, deren Grösse allerdings durch die Dimensionen der Schleusen begrenzt ist. Antreffen werden wir eher Binnenkapitäne mit Ihren Freizeitbooten, in Frankreich heissen diese Art von Kanalschiffen «Péniches».

Hinweis(e)

Ab dem Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich führt der Burgunderweg, als Alternative zum Weg durch die Schweiz, um die Schweiz herum ins Burgund bis Cluny. Von dort aus führt der Weg nach Le Puy-En-Velay, von wo aus wir Richtung Santiago weiterwandern können.