schöne Sicht Richtung Vacha

schöne Sicht Richtung Vacha

Die letzte Etappe des Pilgerweges führt uns zum Sallmannshäuser Rennsteig. Am Waldrand entlang haben wir einen schönen Ausblick auf recht unbekannte Landschaften des Thüringer Waldes. Wir steigen hinab und erreichen den Ort Wünschensuhl. Im Ort gehen wir zuerst rechts auf die Dorfstraße, um sie gleich darauf nach links wieder zu verlassen und den Anstieg zum Lerchenberg in Angriff zu nehmen.
Thüringerwald

Thüringerwald

Oben angekommen, treffen wir auf einen großen Wald, den er bis kurz vor Vacha nicht mehr verlassen. Dieser Höhenweg ist auch unter der historischen Bezeichnung«Hohe Strazza» bekannt. Wir kommen rechts am Lehnhaus vorbei wo ein Wegweiser mit dem gelben Dreieck zur Schutzhütte am Grusberg bei Vitzeroda zeigt. Wir verlassen die Wegführung die des Gelben Dreiecks, gehen nach links hinunter und an der nächsten Wegkreuzung wieder nach links. An einer weiteren Schutzhütte treffen wir auf den Lulluspfad.

übersichtlicher Wegweiser

übersichtlicher Wegweiser

Wir folgen nun dem roten Kreuz und der Muschel und gelangen nach Oberzella. Im Ortskern angekommen, biegen wir zuerst nach links und dann wieder nach rechts ab. Wir verlassen das Dorf über den Radweg Richtung Vacha, der auch Gedächtnisweg heißt und die innerdeutsche Grenze anzeigt. Über die Steinbrücke erreichen wir das Ziel. In Vacha selbst kann die Klosterkirche zum Ziel der Einkehr werden. Von dort brach einst der Servitenmönch Hermann Künig von Vach auf, der auf seiner langen Pilgerreise nach Santiago de Compostela Erfahrungen sammelte, die er in dem ersten deutschsprachigen Pilgerführer des Mittelalters niederlegte. Das entsprechende Heftlein, den Schlüssel für die Kirche, einen Pilgerstempel und eine Liste mit Unterkünften erhält der Pilger in der Rhönbuchhandlung.

Wünschensuhl

Wünschensuhl

Hinweis(e)

Entlang der historischen Handelsstraße Via Regia führt heute der Ökumenische Pilgerweg und macht eine uralte Ost-West-Verbindung wieder lebendig. Er zählt zu den Europäischen Kulturstraßen, die den Pilger in Richtung Santiago de Compostela leiten und bindet an die polnischen Jakobswege an. Entlang der 466 Kilometer langen Strecke zwischen Görlitz und Vacha besteht ein in Deutschland einmaliges Netz von ehrenamtlichen, christlichen Herbergen. In Tagesstreckenabständen gewähren Kirchgemeinden, Klöster, Begegnungsstätten oder Privatfamilien dem Pilger für eine Nacht Unterkunft, die er mit einer Spende würdigen sollte. Die Herbergen sind einfach eingerichtet, stets aber mit Matratzen, Decken, Toilette, Waschbecken und Bibel ausgestattet.

Vacha: Werrabrücke

Vacha: Werrabrücke

In einem liebevoll gestalteten Pilgerführer findet der Pilger alle Adressen, ausgezeichnete Karten und viele historische und aktuelle Informationen zu den Orten entlang des Weges. Dem Pilgerführer liegt ein Ausweis bei, der in Santiago zum Nachweis der gegangenen Strecke in Mitteldeutschland anerkannt ist. Darin können die Stempel der Herbergen und Kirchen gesammelt werden.

Siehe auch

Siehe auch: www.oekumenischer-pilgerweg.de