Heute nehmen wir eine kürzere Etappe in Angriff. Wir verlassen Königsbrück durch den Ortsteil Stenz, und biegen am Armenhaus nach links ab. Feldwege führen uns zur Lausnitzer Heide. Das originale Wegstück durch diesen Wald war fast in Vergessenheit geraten und ist erst für den Pilgerweg wieder frei geräumt und gangbar gemacht worden. Es ist eine der Perlen auf dem Gesamtverlauf. Hinter dem Wald erreicht man Tauscha. Wir verlassen das Dorf auf der Straße. Diese geht über in einen Schotterweg in Richtung Lötzschen. Hinter Lötzschen gelangen wir zur Autobahn A 13 und unterqueren diese nach links abbiegend (Vorsicht - Markierung ist manchmal von Blattwerk verdeckt). Weiter geht ,s entlang schöner Auen bis nach Schönfeld unser Tagesziel. Dort stehen hinter dem Schloss eine Herberge, sowie mehrere Privatunterkünfte zur Verfügung.

Hinweis(e)

Entlang der historischen Handelsstraße Via Regia führt heute der Ökumenische Pilgerweg und macht eine uralte Ost-West-Verbindung wieder lebendig. Er zählt zu den Europäischen Kulturstraßen, die den Pilger in Richtung Santiago de Compostela leiten und bindet an die polnischen Jakobswege an. Entlang der 466 Kilometer langen Strecke zwischen Görlitz und Vacha besteht ein in Deutschland einmaliges Netz von ehrenamtlichen, christlichen Herbergen. In Tagesstreckenabständen gewähren Kirchgemeinden, Klöster, Begegnungsstätten oder Privatfamilien dem Pilger für eine Nacht Unterkunft, die er mit einer Spende würdigen sollte. Die Herbergen sind einfach eingerichtet, stets aber mit Matratzen, Decken, Toilette, Waschbecken und Bibel ausgestattet.

In einem liebevoll gestalteten Pilgerführer findet der Pilger alle Adressen, ausgezeichnete Karten und viele historische und aktuelle Informationen zu den Orten entlang des Weges. Dem Pilgerführer liegt ein Ausweis bei, der in Santiago zum Nachweis der gegangenen Strecke in Mitteldeutschland anerkannt ist. Darin können die Stempel der Herbergen und Kirchen gesammelt werden.

Siehe auch

Siehe auch: www.oekumenischer-pilgerweg.de