Ein Schlüssel-Erlebnis auf dieser Etappe werden wir im Untergrund erleben, und zwar bereits bevor wir Rendsburg verlassen haben. Zwischen Rendsburg und Westerrönfeld kommen wir an den Nord-Ostsee-Kanal, ein Kanal der die Nordsee bei der Elbemündung mit der Ostsee bei der Kieler Förde verbindet. Er erübrigt damit die Umfahrung der Halbinsel Jütland und verkürzt damit die Strecke um rund 460 Kilometer. Er ist weltweit die meistfrequentierte künstliche Wasserstrasse für Seeschiffe, im Jahr 2015 passierten ihn mehr als 30'000 Schiffe.

Warum das ein Schlüssel-Erlebnis sein soll? Na, wegen dem Untergrund eben. Wir überqueren den Kanal nicht über eine Brücke, nicht über Schleusentore und auch nicht mit einer Fähre, denn unser Weg führt durch einen Fussgängertunnel. Bleiben wir da unten doch mal einen Augenblick stehen und kosten das Gefühl aus, da oben schwimme jetzt gerade ein Seeschiff über unsere Köpfe weg - dieses Gefühl erleben wahrscheinlich viele von uns zum ersten Mal.

Den Kanal treffen wir übrigens nicht mehr auf unserem Weg, denn unser Weg führt uns südwärts über Hohenwestedt, vorbei an Itzehoe und durch Glückstadt an die Elbe, während der Kanal erst weiter westlich bei Brunsbüttel in die Elbe mündet und mit dieser gemeinsam kurz darauf auch in die Nordsee.

Unsere Wegaufzeichnung endet am Etappenort Hohenwestedt beim Kirchenbüro der Ev.-Luth. Kirchengemeinde.

Hinweis(e)

Die «Via Jutlandica» ist eine Wanderweg-Verbindung von Grenå in der dänischen Region Midtiylland bis zur dänisch/deutschen Grenze bei Flensburg und weiter bis Glückstadt in Schleswig-Holstein resp. bis Stade in Niedersachsen. Grenå ist eine Hafenstadt und hat eine Fährverbindung mit Varberg in Schweden.

Siehe auch

Siehe auch: www.via-tempora-verlag.de/