Ein erster Zeitzeuge am Weg ist die Ruine Wartstein, welche auf die Grafen von Wartstein zurückgeht, 1361 wird ein Rudolf von Wartstein in Nürnberg zum Hofrichter ernannt. Die Burg wurde so um das Jahr 1460 niedergebrannt, wurde dann aber wieder aufgebaut. Endgültig zerstört wurde die Burg im Dreissigjährigen Krieg, und alle Bewohner seien getötet worden. Die Trümmer wurden dann durch die Bauern zum Aufbau ihrer eigenen Gebäude benutzt - heute ist also nicht mehr viel von dieser Ruine zu sehen.

Ein Höhepunkt dieser Etappe ist der Rothsee, ein Stausee im Tal der «Kleinen Roth». Er ist ein beliebtes Wassersport-, Urlaubs- Bade- und Erholungsgebiet, in dem auch Pilger ihren gequälten Gliedern etwas Gutes zukommen lassen können. Dies ist allerdings nicht der Hauptzweck des Rothsee. Es ist kein Zufall dass dieser See hier oben unmittelbar am Main-Donau-Kanal liegt. Seine Aufgabe ist es, in Trockenperioden dieser wichtige Wasserstrasse zusätzliches Wasser zuzuführen. Die Wasserstrasse ist sogar so wichtig, dass man dem Rothsee bei Bedarf Pumpwasser aus Altmühl und Donau zuführt, aus Kostengründen vorwiegend nachts und am Wochenende.

Die Sehenswürdigkeiten von Eysölden ist die mittelalterliche Kirche St. Thomas und Ägidius, die 1749 im Marktgrafenstil umgebaut wurde, die 1965 eingeweihte katholische Heilig-Kreuz-Kirche sowie das Schloss aus dem 11. Jahrhundert.

Hinweis(e)

Nürnberg war im Mittelalter ein Knotenpunkt von Pilgerwegen. Und heute treffen sich wieder in der Stadt die Jakobuswege von Thüringen, Sachsen und Pilsen und gehen weiter nach Rothenburg ob der Tauber, nach Eichstätt und nach Ulm. Mit dieser Etappe schlagen wir den Weg nach Eichstätt ein. Der Weg ist durchgehend mit der stilisierten, europäischen Muschel (gelb auf blauem Grund) markiert.

Siehe auch

Siehe auch: www.jakobus-franken.de