ehemalige Eisenbahnhubbrücke

ehemalige Eisenbahnhubbrücke

Heute werden wir die Insel Usedom verlassen und wieder Festland betreten, und zwar über die massive Zecheriner Brücke welche an westlichsten Zipfel der Insel Usedom den Peenestrom überquert. Dieser westliche Zipfel wird auch «Usedomer Winkel» genannt. Dazu folgen wir aber nicht der Bundesstrasse, welche direkt zu dieser Brücke führt, sondern wir umrunden im Uhrzeigersinn den «Usedomer Winkel». Dabei haben wir zuerst den Usedomer See zu unserer Linken. Dieser mündet im Süden zwischen Westklüne und Ostklüne in das Stettiner Haff.
Blick auf die Insel Usedom

Blick auf die Insel Usedom

Von jetzt an dreht die Uferlinie nach Westen und später wieder nach Norden, und wir haben wie schon auf der Voretappe das Stettiner Haff auf unserer linken Seite. Dieses Haff wird durch die Oder gespiesen, und mündet in drei Armen zwischen den Mittelmeerinseln hindurch in das Baltische Meer, auch Ostsee genannt. Der Peenestrom ist der westlichste dieser 3 Arme.

Abschied von der Insel Usedom

Abschied von der Insel Usedom

Vorher allerdings kommen wir noch in Münchow vorbei, wo uns eine liebliche gotische Kirche mit einem markanten Turn erwartet. Später, bereits am Peenestrom, kommen wir nach Karnin, wo uns ein Rest einer Eisenbahn-Hubbrücke erwartet, einer Brücke die 1933 errichtet und gegen Ende des Krieges durch die deutschen Truppen gesprengt wurde. Hinter Zecherin schliesslich erfolgt die Überquerung des Peenestrom. So kommen wir über Pinnow zum Etappenort Lassan, einer Stadt mit slawischen Wurzeln an der Lassaner Bucht des Peenestrom. Hier werden wir sicher die Stadtkirche St. Johannis mit ihrer barocken Ausstattung und ihrer prächtigen Orgel besuchen. Die Bürger der Ackerbau- und Hafenstadt Lassan sind übrigens auch der Ursprung der Initiative zur Revitalisierung der norddeutschen Pilgerwege.

Eisenbahnhubbrücke durch Schilf des Stettiner Haff

Eisenbahnhubbrücke durch Schilf des Stettiner Haff

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl

«Pilgern auf der Via Baltica»: www.via-baltica-verlag.de