geradeaus nach Bautzen

geradeaus nach Bautzen

In Buchholz pilgern wir auf dem alten Totenweg, um nach Wasserkretscham zu gelangen. Oberhalb des Flüsschens orientiert man sich nach Weißenberg (wir empfehlen, vom Radweg etwa in der Hälfte des Anstieges nach links abzubiegen und den Waldweg zu gehen). Folgt man der Markierung, erreichen wir den Markt von Weißenberg mit seiner Pfefferkuchen-bäckerei. In der Stadt steht ebenfalls eine Herberge offen. An der Kirche vorbei steigt der Pilger wieder hinab, folgt der Hauptstraße und biegt in deren Linkskurve scharf nach rechts ab. Man läuft auf einem ehemaligen Bahndamm, darf jedoch nicht das Aquädukt überqueren, sondern muss davor links absteigen. Der Weg führt nun durch die wild-romantische Gröditzer Skala, die zu gleichnamigem Ort weist. Jetzt geht's steil hinauf zur Kirche. Wir verlassen das Dorf und wandern hinab zur Riegelmühle.
Weissenberg: stillgelegter Eisenbahnviadukt

Weissenberg: stillgelegter Eisenbahnviadukt

Hinter der Mühle biegen wir rechts in einen Feldweg ein, der nach Wurschen führt. Wir queren den Schlosspark und treffen auf den Napoleonweg welcher uns hinunter nach Drehsa führt. Unten angelangt, gehen wir am alten Schloss vorbei und wenden uns am Ortsende nach links. Der schöne Feldweg durch sanfte Hügellandschaft endet an einer Straße, die man links einschlägt und vor der Bahnunterführung nach rechts wieder verlässt. Wir erreichen Kubschütz, dann Baschütz, und folgen den Wegweisern nach Jenkwitz. In Jenkwitz gehen wir rechts hinunter zum Fluss. Diesen überqueren wir und gelangen geradeaus auf eine Feldweg, der uns nach Bautzen unserem Tagesziel führt.. Bis zur Herberge in der Innenstadt sind noch vier Kilometer entlang der Bundesstraße - der einstigen Via Regia - zurückzulegen.

sorbische Strassenschilder

sorbische Strassenschilder

Hinweis(e)

Entlang der historischen Handelsstraße Via Regia führt heute der Ökumenische Pilgerweg und macht eine uralte Ost-West-Verbindung wieder lebendig. Er zählt zu den Europäischen Kulturstraßen, die den Pilger in Richtung Santiago de Compostela leiten und bindet an die polnischen Jakobswege an. Entlang der 466 Kilometer langen Strecke zwischen Görlitz und Vacha besteht ein in Deutschland einmaliges Netz von ehrenamtlichen, christlichen Herbergen. In Tagesstreckenabständen gewähren Kirchgemeinden, Klöster, Begegnungsstätten oder Privatfamilien dem Pilger für eine Nacht Unterkunft, die er mit einer Spende würdigen sollte. Die Herbergen sind einfach eingerichtet, stets aber mit Matratzen, Decken, Toilette, Waschbecken und Bibel ausgestattet.

schöner Pilgerweg

schöner Pilgerweg

In einem liebevoll gestalteten Pilgerführer findet der Pilger alle Adressen, ausgezeichnete Karten und viele historische und aktuelle Informationen zu den Orten entlang des Weges. Dem Pilgerführer liegt ein Ausweis bei, der in Santiago zum Nachweis der gegangenen Strecke in Mitteldeutschland anerkannt ist. Darin können die Stempel der Herbergen und Kirchen gesammelt werden.

Siehe auch

Siehe auch: www.oekumenischer-pilgerweg.de