Richtung Grossjena

Richtung Grossjena

Heute nehmen wir wieder eine kürzere Etappe in Angriff. Wir verlassen Freyburg, indem wir die Unstrut linksseitig flussabwärts begleiten. Vor der Autobrücke biegen wir halbrechts ab und kommen auf einem Radweg bis nach Großjena. Die historische Straßenführung querte hier die Unstrut und führte innerhalb von Kleinjena hinauf nach Grosswilsdorf. Hohlwege zeugen heute noch davon. Wir pilgern jedoch auf der linken Uferseite weiter und laufen unterhalb der «Steinernen Bibel» bis zum Zusammenfluss von Unstrut und Saale. Hier setzen wir mit der Fähre über.
Grossjena: Relief Figuren aus altem Testament

Grossjena: Relief Figuren aus altem Testament

Im Blütengrund auf der anderen Seite angelangt, geht's zuerst Richtung Naumburg, nach 400 Metern biegen wir links ab. Dieser Fußweg führt uns zu einer Bahnunterführung, durch die man die Stadt erreicht. Oben angelangt, wenden wir uns erst nach links und nach zwei Straßen nach rechts, um so durch das Marientor in die Stadt zu gelangen. Der Pilgerweg leitet uns über den Marktplatz zum Dom, der außer den berühmten Stifterfiguren noch viele andere Schätze bewahrt. Nach der Besichtigung gehen wir rechts am Dom vorüber, die Ausschilderung weißt uns zum Georgentor und auf den Bauernweg welcher uns hinab Richtung Roßbach unserem Tagesziel führt. Wir finden Unterkunft im katholische Jugendbildungshaus St. Michael oder In Naumburg in der Jugendherberge.

Zusammenfluss Saale und Unstrut

Zusammenfluss Saale und Unstrut

Hinweis(e)

Der Abschnitte zwischen Görlitz und Vacha der Via Regia wird in Pilgerkreisen auch «Ökumenischer Pilgerweg» genannt und verbindet die in Görlitz endenden polnischen Jakobswege weiter westwärts.

Die Via Regia (Königsstrasse oder Königsweg) ist ein über 2000 Jahre alter Weg, die älteste und längste Landverbindung zwischen Ost- und Westeuropa, und ist heute auch eine Kulturstrasse des Europarates.

Fähre

Fähre

Entlang der 466 Kilometer langen Strecke zwischen Görlitz und Vacha besteht ein in Deutschland einmaliges Netz von ehrenamtlichen, christlichen Herbergen. In Tagesstreckenabständen gewähren Kirchgemeinden, Klöster, Begegnungsstätten oder Privatfamilien dem Pilger für eine Nacht Unterkunft, die er mit einer Spende würdigen sollte. Die Herbergen sind einfach eingerichtet, stets aber mit Matratzen, Decken, Toilette, Waschbecken und Bibel ausgestattet. In einem Pilgerausweis können die Stempel der Herbergen gesammelt werden.

Siehe auch

Siehe auch: www.oekumenischer-pilgerweg.de