Die heutige Etappe ist die letzte in Brandenburg, denn hinter Wergzahna überqueren wir die Grenze zum Bundesland Sachsen-Anhalt, in dem auch der Etappenort Wittenberg liegt. Die Etappe entspricht der Marathondistanz und mag einigen von uns Pilgern zu lang sein, wir finden unterwegs aber genügend Unterkunftsmöglichkeiten um die Strecke zu unterbrechen.

In Kropstädt, also bereits in Sachsen-Anhalt, kommen wir an einem Schloss vorbei, das zwar auf alten Fundamenten ruht, aber als es im 19. Jh. baufällig geworden ist, wurde es abgerissen und im englisch-gotischen Stil neu aufgebaut. Heute wird das Schloss als Restaurant und Hotel genutzt und von einem grossen Garten umgeben.

Der heutige Etappenort Wittenberg wird auch «Lutherstadt Wittenberg» genannt, was belegt, dass der Reformator Luther hier einen wichtigen Teil seiner Lebens und Wirkens verbrachte. Im Rahmen dieser hier vorliegenden Pilgerweg-Aufzeichnungen belassen wir es dabei, auf die reichhaltige Literatur zu diesem Thema zu verweisen.

Die heutige Etappe endet im Zentrum von Wittenberg, wo die Stadtkirche Sankt Marien, der Kirchplatz, das Alte Rathaus und das Lutherdenkmal sich die Hand geben.

Hinweis(e)

Die «Via Imperii» verläuft von Stettin (Szczecin) an der Grenze zwischen Polen und Deutschland in südwestlicher Richtung nach Hof an der Grenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik und verbindet Stettin mit Berlin, Wittenberg, Leipzig, Zwickau und eben Hof. Dabei kreuzt die Via Imperii eine ganze Reihe von weiterführenden Pilgerwegen.

Siehe auch

Siehe auch «Auf dem Jakobsweg durch Brandenburg» (ISBN 978-3-86124-693-0) mit ausgiebigen Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten