Schwedt ist geprägt durch die PCK-Raffinerie (einst Petro-Chemisches Kombinat) , für welche 1958 durch die damalige DDR-Führung eine Verdopplung der Produktion bis 1965 beschlossen wurde. Notwendig wurde dadurch auch eine Erhöhung der Wohnkapazität, die damals mit Plattenbauten realisiert wurde. Diese Expansion prägte den Ruf der sozialistischen Stadt Schwedt mit ihrer volkseigenen Raffinerie. Rohöl wird seit 1963 durch eine rund 5000 km lange Pipeline aus dem westsibirischen Raum hierher gepumpt, seit 1969 auch mit einer Pipeline aus der Hafenstadt Rostock.

Den Weg nach Angermünde könnte man am kürzesten entlang der B2 absolvieren, aber wer möchte schon einer stark frequentierten Hauptstrasse entlang wandern, wenn es idyllischere Alternativen gibt. Der hier aufgezeichnete Weg folgt über lange Abschnitte der Welse, einem linksufrigen Zufluss der Oder. Auf dieser Strecke umgehen wir auch in einem weiten Bogen nordwärts die Raffinerie.

Diese Streckenführung durch idyllische Landschaft Richtung Angermünde ist länger als der Weg entlang der B2 und ist recht dünn besiedelt, eine Unterteilung in zwei etwa gleich lange Strecken ist also schwierig, wenn man nicht die ganze Camping-Ausrüstung dabei hat.Erst Pinnnow bietet sich als Etappenort an, die Folgeetappe nach Angermünde ist dann aber zur Kompensation recht kurz. Die Aufzeichnung dieser Etappe endet am Bahnhof von Pinnow.

Hinweis(e)

Die «Via Imperii» verläuft von Stettin (Szczecin) an der Grenze zwischen Polen und Deutschland in südwestlicher Richtung nach Hof an der Grenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik und verbindet Stettin mit Berlin, Wittenberg, Leipzig, Zwickau und eben Hof. Dabei kreuzt die Via Imperii eine ganze Reihe von weiterführenden Pilgerwegen.

Siehe auch

Siehe auch «Auf dem Jakobsweg durch Brandenburg» (ISBN 978-3-86124-693-0) mit ausgiebigen Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten