Pasaia-Donibane

Pasaia-Donibane

Irun ist ein idealer Startort für diese Pilgerreise nach Santiago de Compostela auf dem Camino del Norte. Der Ort liegt auf der spanischen Seite des Grenzflusses an der grossen Mündungsbucht. Von Frankreich und dem französischen Eisenbahnnetz kommt man von Hendaye aus mit einer Verbindungsbahn nach Irun-Colón. Der öffentliche Verkehr zwischen Irun und Santiago de Compostela wird dann vorwiegend mit Überland-Buslinien abgewickelt.
Irun: Nuestra Senora del Juncal

Irun: Nuestra Senora del Juncal

Die Pilgerherberge von Irun liegt nahe bei diesem Bahnhof. Hier hat man auch nochmals ene Gelegenheit, sich mit einem Pilgerpass auszurüsten.

Diese erste Etappe bis nach San Sebastián wird uns auch schnell mit den anspruchsvollen Höhenprofilen vertraut machen, die den Abschnitt bis Bilbao charakterisieren. Die erste Herausforderung ist die Bergkette des Monte Jaizibel gleich zu Beginn der Etappe, die uns Blicke sowohl ins Landesinnere und auch auf den Atlantik bietet. Entlang der Krete finden wir Ruinen ehemaliger Wachttürme sowie Ruinen des ehemaligen Schlosses San Enrique auf dem Kulminationspunkt des Monte Jaizibel.

Ermita de Santiago

Ermita de Santiago

Wir steigen ab und kommen zu einer tief eingeschnittenen Bucht. Dort liegt die kleine Stadt Pasajes de San Pedro, verteilt auf beide Seiten der Bucht, und verbunden mit einer Fähre, die auch wir benutzen werden.

Über einen weiteren Höhenzug kommen wir vorbei an einem Leuchtturm, was eine gute, erhöhte Sicht auf den Atlantik mit sich bringt. Dann kommen wir zum sehenswewrten Etappenort San Sebastián, der an der Bucht La Concha liegt, einer Bucht mit einem breiten Sandstrand, derzum Bade lädt. Von den verschiedenen übernachtungsgelegenheiten haben wir die Jugendherberge von San Sebastián gewählt, die am Ende der Bucht etwas landeinwärts liegt, am Ende unserer Wegaufzeichnung.

auf dem Berg Jaizkibel

auf dem Berg Jaizkibel

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.