Alcuéscar: Pilger sind im Kloster willkommen

Alcuéscar: Pilger sind im Kloster willkommen

Die heutige Etappe ist die letzte in der Provinz Badajos der Region Extremadura, denn unterwegs wechseln wir in die zweite Provinz dieser Region, nämlich Cáceres. Unser Weg heisst heute praktisch auf der ganzen Länge «Vía Romana de la Plata». Gleich zu Beginn überqueren wir den Fluss «Río Aljucén», der von Nordosten her kommt, und folgen ihm ein paar Kilometer, bevor wir wieder gegen Norden drehen und somit den Río Aljucén verlassen.
mittelalt. Kirche von Aljucén

mittelalt. Kirche von Aljucén

Kurz nach der Überquerung des Río Aljucén bis etwa Mitte der Strecke wandern wir im «Parque Natural de Embalse de Cornalvo Y Sierra Bermeja», den wir kurz vor der «Casa Del Valle de la Zarza» verlassen. Dieser Weiler liegt dabei etwas links unserer Strecke. Die Herberge im Kloster des Etappenortes Alcuéscar kann gut 20 Pilger aufnehmen, die meist in kleinen Doppelzellen untergebracht werden. Auch das gemeinsame Nachtessen dort ist ein tolles Pilger-Erlebnis.

der Weg führt durch Weideland

der Weg führt durch Weideland

Hinweis(e)

Die Via de la Plata ist ein historischer Handelsweg, der das heutige Sevilla im Süden mit dem heutigen Astorga im Norden verbindet. Der Weg existierte bereits in vorrömischer Zeit, wurde dann aber durch die Römer verbreitert und gepflästert, und entlang der Strecke wurden Stützpunkte angelegt, der Ursprung einiger heutiger Städte.

Stilleben mit Rucksack

Stilleben mit Rucksack

Zu Beginn des 8. Jh. besetzten Araber (Mauren) grosse Teile der iberischen Halbinsel, und die Strasse wurde erneut auch für militärische Zwecke genutzt. Seit dem Mittelalter ist die Via de la Plata auch ein Pilgerweg geworden für die Christen im Süden Spaniens, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela pilgern wollten.