Santander: Kreuzgang Katedrale

Santander: Kreuzgang Katedrale

Wie bereits der Weg nach Güemes ist auch die heutige Etappe nach Santander eine sehr schöne und abwechslungsreiche Etappe, und zudem topfeben.Wir wandern zuerst von der Herberge Güemes aus nordwestwärts bis wir wieder an den Atlantik kommen und folgen diesem dann westwärts.

Dabei haben wir auch heute längere Abschnitte, während denen wir direkt auf Sand oder Kies dem Küstenstreifen folgen. Ein erfrischendes Bad oder auch nur ein Barfusswandern in der Brandung sollte man nicht verpassen.

Güemes:  Meditationskapelle

Güemes: Meditationskapelle

In Somo kommen wir an den Anlegesteig, von wo aus uns eine 5 Kilometer lange Fährverbindung auf die Westseite der Bahia Santander bringt, direkt ins Zentrum der Stadt. Die Streckenlänge von 20.3 Kilometern beinhaltet auch die Fährverindung, die Zeitangabe dagegen bezieht sich ausschliesslich auf die Wanderzeit. Der Etappemort Santander ist die Hautstadt von Kantabrien, liegt auf einer Landzunge und ist auf drei Seiten vom Atlantik umspühlt - eine charmante, übersichtliche Kleinstadt erwartet uns. Unsere Etappe endet vor der Pilgerherberge von Santander.

beim Frühstück

beim Frühstück

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.