Casas de Don Antonio

Casas de Don Antonio

Eine neue Etappe in der Provinz Cáceres, eine weitere Etappe in der Region Extremadura. Die Etappe ist erneut recht flach und erlaubt ein flottes Vorwärtskommen. Wir werden an 2 Orten vorbeikommen, Casas de Don Antonio (am Río Ayuela) und Aldea del Cano, wobei der Weg in beiden Fällen diese beiden Orte an deren westlicher Peripherie streift. Es hält uns aber nichts davon ab, in diese Ortschaften Richtung Zentrum abzuzweigen, einzukaufen, uns zu verpflegen oder vielleicht sogar hier zu übernachten.
Frühaufsteher werfen lange Schatten

Frühaufsteher werfen lange Schatten

Die lokalen Namen der heutigen Wege sind zuerst «Camino de San Blas», später «Camino de Casas de Don Antonio» und dann «Camino de la Plata Y Cordel de Mérida». Hinter Casas de Don Antonio heisst der Weg schliesslich «Calzada Romana Y Cordel de Gañadas de Mérida».

Hinter Aldea del Cano werden wir einen kleinen Flugplatz kreuzen und nicht nur das, statt linkerhand um das Pistenende herumzulaufen kann man (konnte man?) die Piste auch direkt kreuzen, «schau links, schau rechts, Kopf runter und los». Vor dem Etappenziel Valdesalor kreuzen wir zuerst noch den Rio Salor. Valdesalor ist ausnahmnsweise mal nicht eine Siedlung, welche auf die Römerzeit zurückgeht, sondern der Ort wurde erst ca. 1965 als ländliche Siedlung gegründet, und ist ein beliebter Wohnort für Spanier, die im nahen Cáceres arbeiten. Eine Pilgerherberge ist schon seit einiger Zeit geplant, im Frühjahr 2012 aber existierte erst ein Provisorium im Umkleideraum des Sportplatzes - gut Ding will Weile haben.

Olivenhain

Olivenhain

Hinweis(e)

Die Via de la Plata ist ein historischer Handelsweg, der das heutige Sevilla im Süden mit dem heutigen Astorga im Norden verbindet. Der Weg existierte bereits in vorrömischer Zeit, wurde dann aber durch die Römer verbreitert und gepflästert, und entlang der Strecke wurden Stützpunkte angelegt, der Ursprung einiger heutiger Städte.

Casas d.D.A.: mittelalterliche Brücke

Casas d.D.A.: mittelalterliche Brücke

Zu Beginn des 8. Jh. besetzten Araber (Mauren) grosse Teile der iberischen Halbinsel, und die Strasse wurde erneut auch für militärische Zwecke genutzt. Seit dem Mittelalter ist die Via de la Plata auch ein Pilgerweg geworden für die Christen im Süden Spaniens, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela pilgern wollten.