abgegrenzter Pilgerweg vor Santillana

abgegrenzter Pilgerweg vor Santillana

Es wird uns etwas Zeit und Geduld kosten, bis wir Santander und seine Vororte verlassen haben, und bis zum nächsten Etappenort werden es dann nochmals einige Kilometer sein, mit wenig Übernachtungsmäglichkeiten im zweiten Teil der Etappe. Wer also die 36.5 Kilometer lange Etappe nicht einfach durchmarschieren mag, kann die rund 9 Kilometer bis Santa Cruz de Bezana noch nach der Besichtigung von Santander anhängen, dann verbleiben ab dort bis Santillana del Mar nur noch rund 27 Kiiometer. Unser Weg endet in Santillana del Mar vor der dortigen Herberge.
Markthalle in Santander

Markthalle in Santander

Einen kleinen Nervenkitzel nehmen viele Pilger in Kauf, wenn sie die Abkürzung über die Eisenbahnbrücke «Puente de Mogro» hinter dem Weiler Boo benützen, die zwar genügend Platz für Fussgänger lässt, aber eigentlich nicht offiziell als Fusweg freigegeben ist. Allerdings kann man auch südwärts entlang der Landstrasse zur Kapelle Virgen del Monte gelangen.

Santander: Bibliothek Menédez Pelayo

Santander: Bibliothek Menédez Pelayo

Der Etappenort Santillaga del Mar hat einen gut erhatenen, mittelalterlichen Ortskern und ist deshalb während der Saison ein beliebtes Touristenziel, mit allen dazu gehörenden Konsequenzen. Neben dem mittelalterlichen Dorfkern sind auch die nur wenige Kilometer entfernten Steinzeit-Höhlen «Cuevas de Altamira» mit ihren berühmten Zeichnungen eine zugkräftige Attraktion.

Santillana del Mar

Santillana del Mar

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.