Eremitage - dem Hl. Jakobus geweiht

Eremitage - dem Hl. Jakobus geweiht

Der heutige Weg zum Tajo Stausee heisst «Camino de la Plata o de Las Barcas» und führt uns hinunter zum Tajo. Der Tajo ist auf der iberischen Halbinsel hinter dem Duero und dem Ebro der Fluss mit dem drittgrössten Einzugsgebiet. Er beginnt im Osten Spaniens und fliesst etwa 40 Kilometer südlich an Madrid vorbei, westwärts zum Atlantik, im letzten Teil auch durch Portugal. Unterwegs wird er einige Male gestaut, wir werden heute zum «Alcántara Stausee» des Tajo wandern, der Staudamm liegt nämlich bei Alcántara nahe der Grenze zu Portugal. Auf Spanisch heisst der See mit vollem Namen «Embalse de José María de Oriol».
Foto2860g

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Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem römischen Meilenstein vorbei, was uns bestätigt, dass wir wirklich auf einer ehemaligen Römerstrasse unterwegs sind. Kurz bevor wir den Tajo überqueren, kreuzen wir den Zufluss Rio Almonte, und kurz darauf eben den Rio Tajo auf langen Brücken, die Strasse, Eisenbahn und Pilgerweg zusammenfassen. Allerdings überqueren wir keine fliessenden Flüsse, sondern Stau-See-Arme.

Casar de Cáceres

Casar de Cáceres

Die touristische Herberge am Etappenziel ist sehr modern, und vom Aufeuntahltsraum aus hat man einen einmaligen Ausblick auf den Stausee.

Hinweis(e)

Die Via de la Plata ist ein historischer Handelsweg, der das heutige Sevilla im Süden mit dem heutigen Astorga im Norden verbindet. Der Weg existierte bereits in vorrömischer Zeit, wurde dann aber durch die Römer verbreitert und gepflästert, und entlang der Strecke wurden Stützpunkte angelegt, der Ursprung einiger heutiger Städte.

Schaftrieb

Schaftrieb

Zu Beginn des 8. Jh. besetzten Araber (Mauren) grosse Teile der iberischen Halbinsel, und die Strasse wurde erneut auch für militärische Zwecke genutzt. Seit dem Mittelalter ist die Via de la Plata auch ein Pilgerweg geworden für die Christen im Süden Spaniens, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela pilgern wollten.