Kloster Zenaruzza

Kloster Zenaruzza

Die heutige Etappe bringt uns weiter ins Landesinnere als die bisherigen Etappen, und sie erwartet uns mit einer Reihe von knackigen Auf- und Abstiegen. Es lohnt sich also, früh aufzubrechen. Im ersten Teil werden wir noch eine Reihe von schönen Ausblicken auf den Atlantik und auf ein paar Küstenstreifen geniessen können.

Wir werden unterwegs auf eine Reihe von Kapellen (Ermita) und auch Unterkünfte treffen, daneben ist aber auch der Ort Bolibar mit einer interessanten Geschichte verknüpft, nämlich der Geschichte des lateinamerikanischen Freiheitskämpfers Simón Bolivar, der grosse Teile Südamerikas in die Unabhängigkeit von Spanien führte. Sein Stammbaum geht auf den Ort Bolibar zurück, den wir heute durchqueren.

Fernblick

Fernblick

Das Kloster Zenarruza liegt auf einer Bergkuppe und bietet einen herrlichen Ausblick. Das Gebäude ist gegen Ende des vergangenen Jahrtausends renoviert worden und Zisterziensermönche haben im Anschluss an die Renovationsarbeiten das Klosterleben erneut an diesen Ort zurückgebracht.

Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.