hoffentlich bleiben sie friedlich

hoffentlich bleiben sie friedlich

Auch die heutige Etappe nach Fuente de Cantos führt unterwegs durch keine eigentlichen Siedlungen. Nachdem wir aber die Bedeutung der Cortijo's kennen gelernt haben wissen wir, dass wir in dieser dünn besiedelten Region deshalb noch nicht verloren sind. Also sind wir motiviert, hier noch die Bedeutung von ein paar weiteren Ausdrücken kennen lernen, die wir in diesen Etappenbeschreibungen oder aber auch auf Schildern am Weg antreffen. Ähnlich wie Cortijo ist auch «Casa» schlussendlich ein Haus, aber nicht unbedingt ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Aufbruch in der Dämmerung

Aufbruch in der Dämmerung

Heute wandern wir weitgehend auf einem Weg, der sich «Vereda de la Plata» nennt. «Vereda» ist ähnlich wie «Sendero» ein Fussweg, ein Trampelpfad. «Camino» ist auch ein Weg, hat aber auch die Bedeutung einer «Verbindung von A nach B», gleich wie «Via» eine Strasse ist, aber wie z.B. die «Via de la Plata» auch die Bedeutung einer Route von A nach B hat, unabhängig von der Wegqualität.

die berühmten iberischen Schweine

die berühmten iberischen Schweine

Nehmen wir noch einen weiteren Begriff dazu, den wir z.B. in «Cortijo Y Huerta de Palomino» finden. Cortijo kennen wir schon, «Y» bedeutet «und» und «Huerta» schliesslich ist eine Gemüseplantage. Das Ganze bedeutet also so viel wie «Landgut und Gemüseplantage von Palomino». Im Etappenort «Fuente de Cantos» schliesslich bedeutet «Fuente» so viel wie Quelle oder Brunnen. Die Herberge befindet sich im ejemaligen Kloster San Diego.

zwischen Olivenhainen bergauf bergab

zwischen Olivenhainen bergauf bergab

Hinweis(e)

Die Via de la Plata ist ein historischer Handelsweg, der das heutige Sevilla im Süden mit dem heutigen Astorga im Norden verbindet. Der Weg existierte bereits in vorrömischer Zeit, wurde dann aber durch die Römer verbreitert und gepflästert, und entlang der Strecke wurden Stützpunkte angelegt, der Ursprung einiger heutiger Städte.

alte Steinmauern begrenzen die Weiden

alte Steinmauern begrenzen die Weiden

Zu Beginn des 8. Jh. besetzten Araber (Mauren) grosse Teile der iberischen Halbinsel, und die Strasse wurde erneut auch für militärische Zwecke genutzt. Seit dem Mittelalter ist die Via de la Plata auch ein Pilgerweg geworden für die Christen im Süden Spaniens, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela pilgern wollten.