röm. Brücke über den Rio Guadiana

röm. Brücke über den Rio Guadiana

Mit der heutigen Etappe erreichen wir Mérida in der Provinz Badajoz, die sehenswerte Hauptstadt der Region Extremadura. Unsere Route führt uns auf der 300 Meter langen und 2000 Jahre alten Brücke «Puente Romano» über den Fluss «Río Guadiana» zur Plaza España, an der auch die Kathedrale liegt.

Mérida wurde vom römischen Kaiser Augustus gegründet für Veteranen von römischen Legionen und erhielt im Verlaufe der Zeit all die Bauten, die man in wichtigen römischen Städten findet, wie Theater, Amphitheater, Tempel, Brücken und Aquädukte. Mérida blieb bis zum Zerfall des römischen Reiches ein wichtiges militärisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Es lohnt sich, in Mérida einen Ruhe- und Besichtigungstag einzuplanen.

Gleise sind kein Hindernis

Gleise sind kein Hindernis

Ab Mérida werden wir auch auf Pilger treffen, die von Granada her auf dem «Mozarabischen Jakobsweg» zu uns stossen und die wie wir auf der Via de la Plata weiter nordwärts ziehen.

Hinweis(e)

Die Via de la Plata ist ein historischer Handelsweg, der das heutige Sevilla im Süden mit dem heutigen Astorga im Norden verbindet. Der Weg existierte bereits in vorrömischer Zeit, wurde dann aber durch die Römer verbreitert und gepflästert, und entlang der Strecke wurden Stützpunkte angelegt, der Ursprung einiger heutiger Städte.

Wegmarkierung in der Exdremadura

Wegmarkierung in der Exdremadura

Zu Beginn des 8. Jh. besetzten Araber (Mauren) grosse Teile der iberischen Halbinsel, und die Strasse wurde erneut auch für militärische Zwecke genutzt. Seit dem Mittelalter ist die Via de la Plata auch ein Pilgerweg geworden für die Christen im Süden Spaniens, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela pilgern wollten.