Auch die heutige Etappe ist topfeben, und wenn wir die historische Hauptstadt Gnesen mit ihren malerischen Gassen und dem sehenswerten Dom aus dem 14. Jh. verlassen haben, erwartet uns für den Rest der Etappe Landschaft pur, oder Landwirtschaft pur. Wir werden erneut beeindruckt sein durch die riesigen Anbauflächen. Hier kann man gut verstehen, warum der Namen des alten Stammes, der den polnischen Staat im 10. Jahrundert gründete, also der Polanen, auf die Felder zurückgeht: ein Feld heißt auf Polnisch... Pole. Wir gehen durch kleine, ländliche Ortschaften, treffen aber heute praktisch auf keine schattenspendenden Wälder. Erst gegen das Ende der Etappe, kurz vor Imiołki, wenn wir den See Lednica an seinem Nordende umrunden, werden wir im dortigen Wald etwas Schatten geniessen können.

Hier lohnt es sich die Insel Ostrów Lednicki auf dem See zu besichtigen, wo 966 Mieszko I. getauft wurde, der erste historische Herrscher von Polen. Seitdem gehört Polen zu den christlichen Ländern Europas. Bei dem kleinem Ort Imiołki, wo sich der von weitem sichtabarer Fisch befindet und heutige Etappe endet, werden jährlich grosse Treffen der christlichen Jugendlichen organisiert – an dem Taufbecken Polens.