Auch die heutige Etappe führt uns südwestwärts, und die Landschaft bleibt nach wie vor flach. Wir verlassen die gastfreundliche Abtei in Lubiń und begeben uns nach Krzywiń. Hier haben wir die Möglichkeit, uns eine kurze Pause vor dem Nikolauskirche aus dem 15. Jh. zu gönnen und eventuell unsere Ess- oder Trinkvorräte auf dem Markt zu ergänzen. Im ruhigen und reizenden Städtchen Osieczna können wir die Dreifaltigkeitskirche besichtigen. Fast hundert Jahre lang (im 16. und 17. Jh.) diente diese Kirche sowohl den Katholiken als auch den Protestanten als sog. Simultankirche. Gleich am Weg nach Leszno stehen Bockwindmühlen, die als Symbol von Großpolen und vor allem der Gegend von Leszno gelten. Von Osieczna aus bis zu Leszno führt uns der Weg durch den Wald. Leszno ist eine der größten Städte Großpolens. Die Stadtrechte bekam Leszno erst 1547, aber schon am Anfang des 16. Jh. funktionierte Leszno als wichtiges Reformationszentrum. Zweihundert Jahre lang galt die Stadt als das Zentrum der Mährischen Brüder, die heute als die Herrnhuter (Brüder-Unität) nicht nur durch die Herrnhuter Sterne bekannt ist.