unterwegs in Sichtweite der Pass-Strasse

unterwegs in Sichtweite der Pass-Strasse

Kurz nach dem Start, noch am Bergsee, überqueren wir die Grenze zu Italien. Wir betreten Italien in der Region Valle d´Aosta, einer der sehr kleinen Regionen Italiens, die dehalb auch nur eine einzige Provinz umfasst, nämlich Aosta.

Wir müssen nicht auf der asphaltierten Passstrasse wandern, sondern können einen alpinen Wanderweg benutzen, der uns zügig in tiefere Regionen bringt. Da der Abstieg uns weniger fordern wird als der Aufstieg am Vortag können wir entspannt beobachten, wie sich die Natur von der kargen Hochalpenflora allmählich verändert, es wird grüner, und die ersten Sträucher melden an, dass wir bald auch wieder auf die ersten Bäume treffen werden. St-Rhémy ist das erste Dorf auf unserem Abstieg, auf 1620 müM gelegen, und bald folgen dann weitere Orte, die auch wieder Unterkünfte anbieten, Via Saint-Oyen gelangen wir nach Etroubles, einem beliebten Ferienort. Hier kommen wiram «Château Verdun» vorbei, einem Bauernhof, der früher das Hospiz auf dem Pass mit Nahrungsmitteln belieferte, der heute aber selbst auch eine Pilgerunterkunft ist.

Grenzübertritt auf dem Col du Gd St-Bernard

Grenzübertritt auf dem Col du Gd St-Bernard

Auf diesem unteren Abschnitt unserer Etappe stossen wir entlang unserem Weg auch immer wieder auf offene Bewässerungskanäle, wie man sie auch in anderen, meist regenarmen Regionen der Alpen trifft. Unser Etappenziel ist eine Unterkunft im oberen Dorfteil von Echevennoz.

Hinweis(e)

Die «Via Francigena» ist einer der 3 christlichen Pilgerwege des Mittelalters, dessen Hauptachse von Canterbury in England mach Rom führt. Diese Dokumentation gibt vorerst den meistbegangenen Abschnitt von Lausanne nach Rom wieder.