Die heutige Etappe bringt uns ins Zentrum von Torino, und zwar konkret auf die Piazza Castello. Es ist eine Etappe, auf der wir schon nach wenigen Kilometern nicht mehr auf das Singen der Vögel hören werden, sondern uns mit den Segnungen des motorisierten Verkehrs auseinandersetzen können. Die Etappe verläuft sehr konsequent gegen Osten und ist eine Etappe der langen, geraden Abschnitte, oft auch entlang von Strassen.

Nach den ersten Vororten von Torino, wenn wir bei Rivoli den Corso Susa überquert haben, werden wir lernen, was der Italienier meint, wenn er sagt: «sempre diritto» - immer geradeaus. Entlang des Corso Francia werden wir knapp 20km schnurgerade Richtung Stadtzentrum wandern, alles schon in Turin. Um die Einteilung unserer Reserven besser planen zu können, haben wir jetzt nicht mehr Ortschaften auf Profil und Wegpunkten aufgeführt, sondern Plätze entlang des Corso Francia.

Eine Abechslung bringt dann die Piazza dello Statuto, denn ab hier folgen wir das letzte Stück bis zur Piazza Castello neu der Via Giuseppe Garibaldi, jetzt eher gegen Südosten.

Hinweis(e)

Die «Via Domitia» in Frankreich und der Via Francigena-Zubringer in Italien erfüllen gemeinsam dieselbe Aufgabe: sie verbinden schon seit der Zeit der Römer Arles und Vercelli miteinander, und damit später auch die Pilgerweg-Netze der beiden Länder. Der Pilger-Verkehr bewegt sich bei diesen Wegen also in beiden Richtungen. Beide Wege sind hier ab der Grenze beim Alpenpass Col de Montgenèvre zu ihren Anschluss-Destinationen beschrieben, die Streckenführung ist dabei aber in beiden Richtungen dieselbe. Der Unterschied liegt in den Profilen - die Auf-und Abstiege sind in der Marschrichtung angegeben und sind deshalb nur für die Wanderrichtung anwendbar. Das kann sich auf die Etappeneinteilung auswirken.