Diese Etappe führt uns vom Wintersportort Montgenèvre im Gebiet der jungen Durance, dem letzten grösseren Ort in Frankreich, zuerst noch etwas abwärts bis Clavière, wo wir von Frankreich nach Italien wechseln. Dann verlassen wir die Strasse und steigen bergwärts bis zur Localita Sagna, wo es etwas nordwärts auch das «Rifúgio Lo Scoiattolo» gibt, wir befinden uns hier nahe beim Kulminationspunkt dieses Alpenüberganges immerhin auf etwa 2000 müM, und ein Wetterumschlag kann unangenehm sein.

Dann geht es 700Hm in Serpentinen hinunter ins Tal, an die Strasse, wo uns Italien mit dem Ort Cesana Torinese empfängt, in der Provinz Torino der Regio Piemonte. Hier stossen wir auch auf den «Fiume Dora Riparia», der für die nächsten Tage unser Wegbegleiter sein wird. wir werden ihm heute auf der rechten Seite folgen.

Bis zum Etappenort Oulx treffen wir jetzt nur noch auf die kleinen Siedlungen Mollieres und Solomiac, denn Amazas liegt auf der anderen Seite des Fiume, über eine Brücke und einen kurzen Aufstieg erreichbar. es Liegen also einige Kilometer Wanderung vor uns, bei denen wir uns auf die Natur konzentieren können. Unsere Strecke endet bei der «Associazzione Turistica» in Oulx.

Hinweis(e)

Die «Via Domitia» in Frankreich und der Via Francigena-Zubringer in Italien erfüllen gemeinsam dieselbe Aufgabe: sie verbinden schon seit der Zeit der Römer Arles und Vercelli miteinander, und damit später auch die Pilgerweg-Netze der beiden Länder. Der Pilger-Verkehr bewegt sich bei diesen Wegen also in beiden Richtungen. Beide Wege sind hier ab der Grenze beim Alpenpass Col de Montgenèvre zu ihren Anschluss-Destinationen beschrieben, die Streckenführung ist dabei aber in beiden Richtungen dieselbe. Der Unterschied liegt in den Profilen - die Auf-und Abstiege sind in der Marschrichtung angegeben und sind deshalb nur für die Wanderrichtung anwendbar. Das kann sich auf die Etappeneinteilung auswirken.