Die heutige Etappe präsentiert uns ihren Höhepunkt gleich zu Beginn, nämlich das Kloster Pannonhalma. Von der katholischen Kirche weg gehen wir ein kurzes Stück Strasse, dann folgt ein steiler aber stimmungsvoller Aufstieg zuerst auf einem Fußweg und anschliessend auf einer Treppe, und wir sind oben auf dem Abteiberg. Hier steht eines der bedeutendsten Gebäude der ungarischen Geschichte, nämlich die die zum Welterbe gehörende Benediktiner-Hauptabtei. Der Bau fasziniert sowohl durch seine baukünstlerische Architektur als auch durch seine kirchengeschichtliche Bedeutung. Die Benediktiner Hauptabtei feierte 1996 das Millennium, wobei auch Papst Paul Johannes II an der Feier teilnahm.

Der Weg vom Kloster nach Táp windet sich durch Gärten, Wochenendhäuser, Wiesen und Wälder, eine wunderschöne Landschaft. Der Aufbau von Táp begann bereits am Ende des XVII. Jahrhunderts. Ein wichtiges Baudenkmal im Ort ist die Táper, die im barocken Stil erbaute römisch-katholische Kirche. Am Ortsausgang kommen wir auch am Freilichtmuseum von Táp vorbei. Ein Landwirtschaftsweg führt uns dann nach Tápszentmiklós, wo wir zuerst die katholische Kirche sehen, dann die reformierte. Der folgende Ort Bársonyos liegt an einem Weinberg, mal sehen ob wir zum Abendessen einen dieser Weine geniessen können. Wir kommen hier an der katholischen Kirche und am Friedhof vorbei.

Durch Keréktelek gehr es weiter durch einen Akazienwald, Felder und den Weingarten von Kisbér zum heutigen Etappenort. Hier gründete 1853 Kaiser Franz Josef die Pferdezuchtanstalt und aufbauend auf seinem fachlichen Wissen das Pferdegestüt. Daran erinnern heute die Gebäude des Ungarischen Königsstalles. Kisbér ist eine quirlige Kleinstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, Unterkunftsmöglichkeiten und Gaststätten.

Hinweis(e)

Der «Jerusalemweg / JERUSALEM WAY» ist ein Pilgerwegnetz, das Pilger aus Zentraleuropa nach Jerusalem führt. Jerusalem gehört zusammen mit Rom und Santiago de Compostela zu den 3 wichtigsten christlichen Pilgerdestinationen des Mittelalters. Dieser Weg beginnt beim Kap Finisterra am Westufer Europas und führt entweder durch Italien oder der Donau entlang durch den Balkan in die Türkei, und ab dort wieder auf einer gemeinsamen Route nach Jerusalem.

Siehe auch

Siehe auch www.jerusalemway.org/