Auch die heutige Etappe ist sehr flach, wir wandern auf einer Ebene, welche die Donau im Verlaufe der Jahrhunderte geschaffen hat, mit Abtragen von Hindernissen, und Ablagern von Geschiebe und Schlamm bei Hochwassern. Auch die Donau hat früher noch mehr mäandert, ist aber zum Landgewinn hinter Dämme zurückgedrängt worden, was sich auch jetzt noch bei Hochwassern regelmässig rächt.

Unser heutiger Begleiter auf dieser Etappe südwärts ist der Fluss Rába, der wie alle Gewässer in dieser Gegend früher oder später in die Donau mündet. Wir wandern oft längere Abschnitte auf Dämmen. Unser Weg nach Györ führt uns auch an einem Gedenkstein vorbei, der dem in jungem Alter ermordeten Dichter Miklós Radnóti gewidmet ist.

Dann kommen wir in die Etappenstadt Györ, eine Stadt mit 140 Tausend Einwohnern. Auf der Fussgängerstrasse der Stadt gelangen wir zum Széchenyi Platz, dem barocken Hauptplatz der Stadt. Auf dem Platz finden wir die Sent Ignác Kirche. Gyor bietet viele Sehenswürdigkeiten, Unterkunftsmöglichkeiten und Gaststätten an. Eine echt stimmungsvolle Provinzstadt lädt hier die Gäste zu längeren Verweilen ein.

Hinweis(e)

Der «Jerusalemweg / JERUSALEM WAY» ist ein Pilgerwegnetz, das Pilger aus Zentraleuropa nach Jerusalem führt. Jerusalem gehört zusammen mit Rom und Santiago de Compostela zu den 3 wichtigsten christlichen Pilgerdestinationen des Mittelalters. Dieser Weg beginnt beim Kap Finisterra am Westufer Europas und führt entweder durch Italien oder der Donau entlang durch den Balkan in die Türkei, und ab dort wieder auf einer gemeinsamen Route nach Jerusalem.

Siehe auch

Siehe auch www.jerusalemway.org/