Sicherheitshinweis:

ViaRhenana, Iibtobel bis Mammern
Ein Hangrutsch hat den Zugang zur Brücke im Iibtobel unpassierbar gemacht und im Mammern wurde eine Brücke weggeschwemmt. Bitte den Wanderweg entlang des Sees nutzen. Grund: Hangrutsch
Info

Stein am Rhein

Stein am Rhein

Diese Etappe weist erste, leichte Steigungen auf. Belohnt werden wir mit dem historischen Städtchen Stein am Rhein und Nahrung für die Seele können wir uns auf der Insel Werd holen. Von Steckborn fahren wir dem Untersee entlang nach Mammern. Mammern ist Sitz einer grossen Rehabilitationsklinik auf deren Gelände sich die 1750 eingeweihte barocke Schlosskapelle befindet. Vor Eschenz führt ein Holzsteg auf die Insel Werd. Der heilige Otmar, erster Abt des Klosters St. Gallen wurde im Jahr 759 auf die Insel Werd verbannt, wo er am 16. November desselben Jahres starb. Zu seinem Andenken steht seit dem 9./11. Jahrhundert die St. Otmarskapelle (nicht rollstuhlgängig) auf der Hauptinsel. Die Insel gehört dem Kloster Einsiedeln. Derzeit betreuen Franziskaner die Kapelle und die kleine Gemeinschaft lebt im angebauten Haus. In Stein am Rhein wird der Bodensee zum Rhein. Stein am Rhein hat eine gut erhaltenen Altstadtkern mit bemalten Häuserfassaden und Fachwerkhäuser. Vielfältig sind nicht nur die prächtigen Fassaden sondern auch die Gastronomie. Trotz Kopfsteinpflaster ist Stein am Rhein ein Besuch wert.

Bitte hier klicken für mehr Informationen

Nützliche Webseiten

Thurgau Tourismus
https://thurgau-bodensee.ch/de/thronfolgeweg/thron-triboltingen.html

Tourismus Stein am Rhein

https://tourismus.steinamrhein.ch/de/home/detail/st-othmar-kapelle-insel-werd-d17c585c-10cf-4fda-ad6c-6a238b06b4b1.html

 11,4 km, Anstieg 112 m, Abstieg 114 m, Schwierigkeitsgrad ROT

Zwischenetappen:

5,6 km Mammern, SBB

9 km Eschenz, SBB

Mehrere Steigungen über 20 Höhenmeter mit bis zu 11% Steigung und anschliessend vergleichbarem Gefälle. Asphalt, leicht befahrbar.

Steckborn

Pause  In Steckborn wäre eine gute Gelegenheit in der Wirtschaft zur Schiffländi direkt bei der Schiffstation. Die schöne Seeterrasse und die Toilette sind mit dem Rollstuhl befahrbar.

Mammern

Steigung  Nach der Ortschaft Mammern folgt jene Steigung im Teil 1 des Weges, die man etwas übertrieben auch als Bergpreis werten könnte. Mitten zwischen Rebbergen und Obstplantagen «erklimmt» man eine Anhöhe auf 430 m.ü.M. Der Rhein liegt auf 396 m.ü.M, der Höhenunterschied ist somit relativ gering. Wer in dieser Steigung schon seine Grenzen erreicht, wäre ohne Unterstützung nicht in der Lage, den Teil 2 des Weges ab Schaffhausen zu befahren.

In Stein am Rhein muss der Entscheid gefällt werden, ob die nachfolgende Etappe über deutsches Gebiet mit einem respektablen Anteil an relativ grober Naturstrasse mit einer Steigung über 40 Höhenmeter und stellenweise 14 % in Angriff genommen werden soll. Nach Hemishofen (2,9 km) besteht keine Möglichkeit mehr, die Etappe vor Diessehofen (10,1 Km) zu unterbrechen.

Wer bis Stein am Rhein mit den Steigungen Mühe hatte und seine Grenzen spürte, sollte ab Schaffhausen nicht mit demselben Antriebskonzept weiterfahren. Ob ein Handbike alleine genügt, oder elektrische Unterstützung erforderlich ist, muss jede pilgernde Person individuell entscheiden.

Ein Besuch Wert:

Stein am Rhein mit seinen schön bemalten Häusern und Fachwerkbauten. Kopfsteinpflaster in der Altstadt mit leichter Steigung.

Stein am Rhein

Gefaelle  Vom Bahnhof aus geht es ein kurzes Stück bergab über die Rheinbrücke direkt in die Altstadt.

Bodenwelle  Wie so oft in historischen Städten ist auch hier das Kopfsteinpflaster etwas störend.

 

Stein am Rhein

Schon die Römer bewachten hier eine Brücke über den Rhein. Ab diesem Zeitpunkt war Stein am Rhein immer besiedelt. Die erste Urkunde dazu stammt aus dem Jahr 1267. Grund- und Marktherr der Stadt war damals das Kloster St. Georgen. Seit 1484 gehört Stein am Rhein zur Schweizerischen Eidgenossenschaft. Mit seiner strategischen Lage war das Städtchen auch immer wieder von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen. Der letzte Vorfall datiert auf den 22. Februar 1945. Damals fielen amerikanische Bomben auf das Städtchen, wobei 9 Menschen getötet wurden.

Heute besuchen zahlreiche Touristen Stein am Rhein und bewundern die gut erhaltenen mittelalterlichen Fachwerkhäuser mit Fassadenmalereien in der Altstadt. Dafür erhielt das Städtchen 1972 den allerersten Wakker-Preis.

Hier ist auch die älteste Gottesdienststätte des Kantons Schaffhausen zu finden, eine Johannes dem Täufer geweihte Kirche inmitten von Mauerresten der im 3. Jahrhundert errichteten römischen Befestigungsanlage Tasgetium.

Bei Stein am Rhein wird der Bodensee wieder zum Rhein.

Anmerkungen

Rollstuhl Pilgerweg von Konstanz nach Einsiedeln

Etappe 2  Steckborn - Stein am Rhein

Tipp des Autors

Schwierigkeitsgrad ROT

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