Wanderpause

Wanderpause

Nach dem Start in Lavra wandern wir noch einige Kilometer entang der Atlantikküste, bis wir bei Arvore die Küste verlassen und durch ein Vogelschutzgebiet parallel zum Strand wandern. Kurz nach Azuara überqueren wir den Rio Ava. Dies bringt uns nach Vila do Conde. Schon beim Betreten der Brücke sticht uns das auf einem Hügel gelegene schlossähnliche Bauwerk ins Auge - das ehemalige Karmelitenkloster Santa Clara. Hier stand bereits zur römischen Zeit ein Kastell, zu dem ein sieben Kilometer langes Aquädukt (999 Bögen) von den Bergen bei Vóboa de Varzim hierher führt - in weiten Teilen bis heute gut erhalten.
Vila Cha

Vila Cha

Noch in Vila do Conde drehen wir dann nach Nordosten ab und wandern bis zum Etappenort Rates landeinwärts. Relativ kurz vor Rates können wir dann plötzlich Verstärkung bekommen von Pilgern, die Porto durch die küstenfernere Variante verlassen haben, denn hieer hier kommen die beiden Wege wieder zusammen. Beim Betreten des Ortes entdecken wir eine trutzige romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert, deren Westgiebel mit einem Kreuz des Templerordens geziert ist. In Rates endet unsere Etappe bei der im Jahr 2004 eingeweihten Pilgerherberge - die erste offizielle Pilgerherberge Portugals auf dem Weg.

Vila Cha: Fischer bei der Arbeit

Vila Cha: Fischer bei der Arbeit

Hinweis(e)

Der «Camínho Português» ist der kürzeste Pilgerweg um aus dem Ausland nach Santiago de Compostela im spanischen Galizien zu gelangen. Ab Porto bis Rates gibt es zwei Wege, einen direkteren via Vilar de Pinheiro urch Vororte und Industriezonen, und einen etwas längeren und malerischeren via Lavra, weitgehend der Küste entlang. Bis zur spanischen Grenze werden wir ausschliesslich in der portugiesischen Region «Norte» bleiben.