Kolumbansweg
Der Kolumbansweg (international Via Columbani) ist ein beeindruckender europäischer Fern- und Pilgerweg, der sich über rund 5'000 bis 6'000 Kilometer erstreckt. Er zeichnet die historischen Reisestationen des irischen Mönchs Kolumban des Jüngeren († 615) und seines Wegbegleiters Gallus († um 640/645) aus dem späten 6. Jahrhundert nach. Die Route verläuft durch insgesamt neun Länder – von Bangor in Nordirland über England, Frankreich, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Österreich und Liechtenstein bis zum Grab Kolumbans im norditalienischen Bobbio.
Was den Weg so besonders macht
Wiege des europäischen Gedankens: Kolumban gilt als einer der Wegbereiter des vereinten Europas; er nutzte den Begriff „Europa“ als einer der Ersten in seinen Schriften.
Kulturgeschichtliche Vielfalt: Am Wegesrand liegen rund 100 Klöster, die auf Kolumban, seine Schüler und deren Impulse für europäische Kunst, Kultur und klösterliche Medizin zurückgehen.
Natur und Entschleunigung: Die Routenführung nutzt gezielt bestehende, landschaftlich attraktive Wanderwege, die zur bewussten Entschleunigung und Begegnung im Geiste des Friedens einladen.
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