Der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg ist eine landschaftlich und kulturell herausragende Pilgerroute in Süddeutschland. Auf einer Länge von rund 220 Kilometern (verteilt auf ca. 9 bis 10 Tagesetappen) führt der geschichtsträchtige Fernwanderweg von der Donau quer durch das bayerische Schwabenland bis in das schwäbische Allgäu.
Routenverlauf und kulturelle Highlights
Der Weg: Die Route startet an der Donau in der historischen Hansestadt Donauwörth. Sie führt in südlicher Richtung durch das idyllische Schmuttertal in die Fuggerstadt Augsburg. Von dort verläuft der Pfad weiter über das schwäbische Barockwinkel-Städtchen Mindelheim und den Kneippkurort Bad Wörishofen. Über die alte Reichsstadt Kempten im Allgäu ziehen Pilgernde schliesslich weiter zum Etappenziel an der St.-Martins-Kirche in Biberach (bei Roggenburg) oder direkt weiter in Richtung Bodensee.
Historische Schätze: Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören das Kloster Kaisheim bei Donauwörth, die prachtvolle Fuggerei und der Dom in Augsburg, die Jesuitenkirche in Mindelheim sowie das monumentale St. Lorenz-Münster in Kempten.
Knotenpunkte & Anschluss: In Donauwörth knüpft der Weg nahtlos an den Ostbayerischen Jakobsweg (kommend von Regensburg/Tschechien) an. Am südlichen Ende verbindet sich die Route mit dem Münchner Jakobsweg, über den Pilgernde Lindau oder Bregenz am Bodensee erreichen. Dort besteht direkter Anschluss an die Schweizer Via Jacobi.
Die durchgehend mit der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund markierte Strecke führt durch ein abwechslungsreiches Terrain: Auf die flacheren Flusslandschaften der Donau und Schmutter im Norden folgen im südlichen Teil die anspruchsvolleren, hügeligen Ausläufer des Allgäuer Voralpenlandes.
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