Eröffnung eines Jakobsweges in der Slowakei

crée le | auteur Dr. Gerhard Weag JAKOBSWEGE SLOVAKIA

Am Abend des 14.11.2014 wurde der neue Jakobsweg in der Slowakei in der Königstadt Kežmarok eröffnet. Unter Teilnahme der Vertreter der Stadt, Fraternita Jeruzalém, Freunde des Heiligen Jakobus und des Jakobweges hat der Bischof Milan Lach, SJ den neuen Jakobsweg in der Slowakei gesegnet. Der Weg knüpft an den Jakobsweg in der Stadt Levoča an und setzt durch das ehemalige Militärobjekt Javorina, Podolinec, Vyšné Ružbachy, Litmanova nach Červený Kláštor fort. Das Siegel der königlichen Stadt Kežmarok stellt die altertümliche Burg dar und die Pilger erhalten sie im touristischen Informationsbüro der Stadt. Credential – das Heft des Pilgers kann man auf dem Wege oder per Internet www.jakubskacesta.eu kaufen.
Der Jakobsweg in der Slowakei ist vor 
einem Jahr in Košice entstanden und zusammen mit Ungarn, Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, der Schweiz und Italien bildet sie einen mitteleuropäischen Jakobsweg nach Compostela. Der Weg – Camino ist seit Mittelalter bekannt und die Pilger aus der Zips können sie zu Fuß in 3 – 4 Monaten absolvieren. Während dieses Jahres haben diesen Weg mehr als 200 Pilger zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolviert. Im Jahre 2015 ist die Verknüpfung des Jakobweges in der Slowakei mit dem Jakobsweg in Polen geplant.

Kommentar des Präsidenten des Jakobsweges in der Slowakei Dr. Gerhard Weag:

" Der Jakobsweg lädt junge Leute, Familien sowie ältere Leute zu der Wanderung durch die Natur ein, sich von der Welt der Computer, des schnellen Lebens und Stress in die Umgebung des Friedens und Harmonie in schönen Ecken der Slowakei auszuruhen, die uns Menschlichkeit und richtige Werte des Lebens zu finden helfen. Die Popularität der Pilgerwege – in Europa vor allem des Jakobsweges – wächst immer. Das Pilgern erfüllt die Erwartungen des modernen Menschen nach dem Treffen mit den Traditionen, mit der Spiritualität und Geschichte der Städte Europas, in der Kombination mit Reisen, Erkenntnis und der Gesamtergebnis aus der Änderung der üblichen Lebensweise. Im Vergleich mit klassischen Pilgerwegen der Gläubigen zum Orten der Wunder und zu den Reliquien der Heiligen, sind heute die Jakobswege in Europa ein durchgedachtes touristisches Angebot in vielen Europäischen Ländern und Regionen und tragen damit zum Austausch von Erfahrungen unter den Nationen und Menschen bei. Sie präsentieren sich mit eigenem Logo, Infrastruktur, Dienstleistungen und kirchlichen, kulturellen und politischen Unterstützung. Alle diese Aspekte machen aus Jakobswegen einen Phänomen der neuen Ära des Pilgerns, dass für manche einen tiefen geistlichen Impuls zum nachdenken über Dinge dieser Welt und eigenen Leben, für andere eine außergewöhnliche Touristik mit dem mittelalterlichen Pilgerspiel nach Compostela. Glaube und Spiritualität, Erkennung und Selbsterkenntnis, Entdeckung der eigenen Grenzen, Touristik und Kunst, Natur und Mensch, Erlebnis und Spiel, Weg und Legende, dass alles bildet einen einziehenden Komplex mitten in der Realität unserer Zeit, der auf den Jakobsweg jährlich hunderttausende Menschen nicht nur in aus Europa sondern auch aus anderen Kontinenten anzieht. In der Gegenwart ist es möglich die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela aus verschiedenen Städten Europas von Polen nach Sizilien, von Schweden nach Rumänien zu beginnen. Das Netz der Wege ist allmählich markiert und mit Informationssystemen und Dienstleistungen ergänzt."