Pilgern - schnaufen und schweigen

Pilgern - schnaufen und schweigen

Der Lukmanierpass war einst der Pass, der den zentralen und östlichen Teil der Schweiz mit Italien verband, denn der Gotthard mit der wilden Schöllenen-Schlucht war ein nur schwer zu überwindendes Hindernis. Es waren vermutlich dann die Walser, welche um 1200 die Schöllenen-Schlucht mit einem Saumweg mit mehreren Brücken begehbar machten. Da diese Strecke für viele Verbindungen kürzer war, nahm die Bedeutung des Lukmaniers ab. Da er aber weniger als 2000 Meter hoch ist behielt er die Bedutung eines auch im Winter meist begehbaren Passes.

Der Lukmanier ist sowohl auf der Strasse als auch auf dem Fussweg gut zu erreichen, da er kontinuierlich mit moderater Steigung vom Norden her ansteigt. Die Passhöhe ist gleichzeitig auch die Grenze zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin, Wenn also jemand vom «Lukmanier-Pass» spricht, dann könnte das ein deutschsprachiger Bündner sein, wenn jemand vom «Passo del Lucomagno» spricht dann ist das vielleicht ein Tessiner. Wenn aber jemand vom «Cuolm Lucmagn» spricht, dann ist das fast mit absoluter Sicherheit ein romanisch sprechender Bündner, denn diese Vierte Landessprache der Schweiz wird fast nur noch im Bündnerland gesprochen, Tendenz abnehmend.