Noch diese Etappe, und wir haben wieder Festland unter den Füssen, die kurische Nehrung und das Kurische Haff liegen dann hinter uns. Vorher aber wechselt wie bisher die Landschaft mit Ausblicken auf die Ostsee, und dann wieder auf das Kurische Haff. Wir wandern oft durch Kiefernwälder, manchmal aber auch über beinahe kahle Wanderdünen.

Die Gegend wird, speziell im Sommer, wieder belebter, denn diese Küstengegenden sind, besonders bei den Einwohnern von Kaliningrad, beliebte Ausflugsziele. Eine dieser Destinationen ist der Ort Lekov, eigentlich der einzige nennenswerte Ort während der Etappe. Der kleine Ort verfügt über eine ganze Reihe von Unterkünften, die allerdings nur in der Hochsaison in Betrieb sind. Der beliebteste Urlaubsort in der Gegend ist allerdings unser heutiger Etappenort Zelenogradsk. Da die Stadt im zweiten Weltkrieg weitgehend verschont geblieben ist, vermittelt der Ort einen guten Eindruck, wie ein preussischer Badeort einst ausgesehen hat - heute angereichert mit modernen Infrastrukturen.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl