Wir verlassen den Etappenort noch einmal dem Haff entlang und zweigen dann landeinwärts ab zum Dorf Kadyny, einem Dorf mit einer eigenwiligen Architektur. Diese geht zurück auf Kaiser Wilhelm II., der dieses Dorf gegen Ende des 19. Jh. kaufte und die ländlichen Gebäude wieder aufbauen liess. Ein Enkel des Kaisers wohnte übrigens mit seiner Familie bis gegen Ende des 2. Weltkriegs in Kadyny.

Wir steigen nochmals ab bis In Suchacz, und verlassen dann das Frische Haff endgültig. Im langgezogenen Strassendorf Lecze sollten wir der barocken «Kirche des Heiligen Herzens Jesus» einen Besuch abstatten. Bei Krasni Las verlassen wir dann die Strasse auf der linken Seite und besuchen auf dem Weg das Dorf Jagodnik, eines der ältesten Dörfer auf der Elbinger Höhe. Die malerische Gegend mit Seen und Wälder wird übrigens «Dörbecker Schweiz» genannt, eine der vielen Gegenden, die sich mit der Schweiz vergleichen - wir danken für diese Werbung. Wir kommen Elblag immer näher und erreichen den Stadtkern durch den Planty Park und beenden die heutige Etappe bei der Nikolai-Kathedrale am Alten Markt.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl