Auf unserer Wanderung westwärts verlassen wir heute die Wojewodschaft Pommern und betreten die Wojewodschaft Westpommern, und zwar auf den Feldern zwischen Gac Lesna und Palowo. In dieser Gegend benutzen wir teilweise auch den «Stettiner Weg», den einst sowohl die Kaufleuten als auch die pommerschen Herzöge mit ihrem Gefolge zwischen Slupsk und Stettin benützten.

Schon früh auf der Etappe können wir in Zebowo die historisch wertvolle «Filialkirche der Gottesmutter, Helferin der Gläubigen» besuchen. Die Kirche liegt in Norden des Ortes an einer Nebenstrasse.

Der Etappenort Slawno verfügt noch über Reste einer einst rund 1250 Meter langen Stadtmauer aus Steinen und Ziegel mit 2 Stadttoren, die ebenfalls teilweise erhalten geblieben sind. Unsere Etappe endet bei der «Kirche des Heiligen Antonius von Padua», einer modernen Kirchenform erstellt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Ab Slawno trennt sich der Weg in Polen 3 mal, die ersten beiden Male in Slawno und später in Koszalin. Beide Male verläuft die nördliche Variante in Küstennähe, und die südliche Variante mehr im Landesinneren, und beide Male haben die Varianten sowohl Sehenswürdigkeiten als auch Verpflegung und Unterkünfte anzubieten. Ferner treffen sich die beiden Varianten jedes Mal wieder zu einem einzigen Weg.

Erst bei der 3. Trennung in Kamien Pomorski beim Oderhaff wird die Trennung nachhaltiger. Der Küste entlang kommen wir im Norden via Usedom nach Mecklenburg Vorpommern, während die südliche Route uns nach Stettin (Szczecin) führt, von wo aus wir voraussichtlich via Brandenburg weiterpilgern.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl