Verglichen mit dem Vortag ist diese Etappe relativ kurz, wir werden also früher ankommen und in der Jugendherberge von Lebien mehr Zeit finden für die täglichen Rituale eines Pilgers. Doch zuerst heisst es wandern. Beim Forsthaus von Nowa Wies Leborska kommen wir zu einem Knotenpunkt von touristischen Routen, der Pommersche Jakobsweg entspricht hier der schwarzen Route.

Auf dieser überqueren wir den Bach Kisewa und kommen nach Wilkowo Nowowiejskie. Hier sollten wir uns Zeit nehmen und Spass daran haben, was der Menschheit alles so einfällt, um in die Schlagzeilen zu kommen. Die Idee dieses Dorfes basiert auf dem «Guiness Buch der Rekorde», in dem das Dorf gleich mehrfach eingetragen ist. Zur Präsentation dieser weltmeisterlichen Produkte wurde speziell ein Park der Guiness-Rekorde eröffnet. Hier kann man das längste Brett der Welt bewundern, das mit über 40 Meter den aussagekräftigen Namen «Viktor» trägt. Hier findet man auch den grössten Ziegel der Welt, der «Bartek» getauft wurde, der grösste Festmahl-Tisch misst 35 Meter und der längste Roller schliesslich ist über 20 Meter lang und heisst «Oliwia».

Beeindruckt von diesen Leistungen wandern wir auf der schwarzen Route weiter bis Garczegorze, wo wir die der heiligen Maria Magdalena gewidmete Kirche aus dem 19. Jh. besichtigen können. Auch am kleinen Etappenort Lebien schliesslich ist eine Kirche zu besichtigen, nämlich die neugotische «Kirche der Allerheiligsten Maria Königin Polens».

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl