Nach einigen Etappen im Hinterland oder hinter Haffs wird uns die heutige Etappe nordwärts wieder mal an die Ostsee bringen. Die erste Station auf unserem Weg ist das kleine Dorf Ges, wo sich während dem Zweiten Weltkrieg ein Aussenlager des Konzentrationslagers Stutthof befand. Nach dem Rückzug der Besetzungstruppen vor der nahenden Front der Roten Armee fand man hier die Leichen von 162 Gefangenen. Heute erinnert dort ein Denkmal an deren Todesmarsch. Etwas später kommen wir auch noch an einer Gedenkstätte beim ehemaligen Aussenlager vorbei.

Im Zentrum der Ortschaft Wicko ist ein sehenswerter Findling mit einem geschnitzten Kreuz zu sehen, Er markierte die Grenze, wie sie im 14. Jh. zwischen den Gebieten des Kreuzritterordens, des polnischen Königsreichs und des Herzogtums Pommern bestand. Unser Weg führt allerdings nicht direkt an diesem Findling vorbei.

Im Ort Charbrowo gibt es am Ortseingang auf einem kleinen Hügel eine Barockkirche aus dem 17. Jh., die «Kirche des Heiligen Josephs des Verlobten», und etwas weiter stossen wir auf einen ebenfalls barocken Hof. In Lebienc wandern wir an der Kirche des heiligen Eugen de Macendola vorbei. Novecin schliesslich ist dann bereits ein Vorort von Leba. In Leba selbst kommen wir auf unserem Weg an der Jakobuskirche vorbei (der nördlichsten in Polen) und sollten sie auch besuchen, unsere Wegaufzeichnung führt uns aber dann noch ins Stadtzentrum zum Tourist Office.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl