Die Lage von Koszalin gehört zu den schönsten auf dem Pommerschen Jakobsweg, dies dank der umgebenden Waldgebiete, den Moränenhügeln und der Lage am Jamon See sowie der Nähe zur Ostsee und ist deshalb ein beliebter Erholungsort, und ein geeignetes Gebiet für Sommerwanderungen - für unsere Pilgerreise also ein sehr geeignetes Gebiet. Interessant auch die Förderung dieser Region durch den Heiligen Stuhl in Rom: Papst Gregor XI. hat in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts Pilgerreisen zum Marienheiligtum auf Góra Chelmska ausdrücklich empfohlen und damit den Bekanntheitsgrad dieses Ortes durch ganz Europa erhöht. Mit diesem Wissen können wir uns wohlgemut auf den Weg westwärts nach Dobrzyca machen, wir werden eine schöne und abwechslungsreiche Strecke vor uns haben.

Die Ostsee ist nicht sehr gross und nicht sehr tief. Trotzdem können Sturmwinde auch hier Sturmfluten erzeugen, die ihre Spuren hinterlassen. An diese Tatsache erinnert die gotische Kirche in Dobrzyca, die am 16. September 1497 durch eine Sturmflut zum Einsturz gebracht wurde Der damalige «Baltische Tsunami» richtete auch in anderen Küstenorten entlang unserer bisherigen Strecke grosse Schäden an. Heute steht in Dobrzyca am selben Standort eine neugotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl