Wir sind in der Pommerschen Bucht angekommen, einer Bucht der Ostsee. Durch diese Bucht zieht sich ein Gürtel von ein paar grösseren und vielen kleineren Inseln. Dahinter liegt das grosse Stettiner Haff, das von der Oder gespeist wird. Zwischen den Inseln gibt es meist schmale Passagen, welche den Schiffen eine Durchfahrt zwischen Haff und Ostsee ermöglichen.

Vom Osten her kommend ist Wolin die erste grössere Insel dieses Gürtels, und diese Insel müssen wir überqueren, wenn wir auf der Via Baltica der Ostseeküste entlang Richtung Mecklenburg Vorpommern nach Deutschland wandern wollen. Dazu führt die kürzeste Route über eine Brücke im Norden.

Die meisten Pilger, welche diesen hier beschriebenen Abzweiger nach Süden benützen, planen nach Stettin (Szczecin) zu pilgern um dann durch Brandenburg direkter nach Mitteldeutschland zu kommen.

Eine weiterer Grund , diesen Süd-Abzweiger zu nehmen ist der Ort Wolin, der im 9. Jh. wegen seiner strategisch wichtigen Lage zu den grössten europäischen Städten zählte. Diese Bedeutung lag in einer wichtigen Handelsroute, welche hier den Fluss Diewenow queren musste Mit dieser Begründung kann man Wolin besichtigen, dort übernachten und am Folgetag via Miedzyzdroje nach Swinemünde weiter wandern. Die Etappe endet in Wolin vor der St. Nikolai-Kirche.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl