Die heutige Etappe führt durch die historische Landschaft der Slowinzen. Wer sind die Slowinzen? Sie bezeichnen sich selbst als «eigentlich Kaschuben, die an der Leba wohnen» - So viel zu den Slowinzen. Schon im 14. Jh. gab es hier eine lokale Pilgertradition, denn auf dem heiligen Berg Rowokól nahe beim Etappenort Smoldzino gab es schon damals einen Ort der Marienverehrung - es war eines der drei wichtigsten Heiligtümer des damaligen Pommern.

Der Berg hatte aber auch eine andere, wichtige Bedeutung. Als höchster Berg in der Umgebung (114.8 Meter über Meer) war er auch von der Ostsee aus gut zu erkennen und bildete somit einen guten Navigationspunkt für die Schifffahrt, aber auch für die Fischer. Heute befindet sich auf dem Gipfel ein Aussichtsturm, der in dieser doch sehr flachen Gegend einmal bestiegen werden sollte.

Unsere Etappe endet in Smoldzina beim Sitz der Direktion des Slowinski-Nationalparks. Hier befindet sich auch ein Bildungszentrum sowie ein Naturwissenschaftliches Museum.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl