Auch heute trennt uns ein See von der Ostseeküste, nämlich der Jamno See, und auch heute besuchen wir das Ufer dieses Sees. Der Ort heisst Osieki. Diese ehemalige Fischersiedlung war im mittelalterlichen Pommern auch ein wichtiger Pilger-Sammelpunkt. Die dortige Kirche des heiligen Antonius von Padua aus dem 14. Jahrhundert ist noch ein Zeuge dieser Vergangenheit.

Der Höhepunkt der heutigen Etappe ist aber nicht nur ein sprichwörtlicher Höhepunkt, sondern auch ein topographischer - der Begriff Góra Chelmska ist die geographische Bezeichnung dieser höchsten Anhöhe entlang der polnischen Ostseeküste, der Begriff Krzyzanka adressiert das dort stehende Kreuz, eine Erinnerung daran, dass wir mit diesem Hügel einen der drei «Heiligen Berge» auf der Strecke des Pommerschen Jakobsweges bestiegen haben. Hier oben finden wir auch das «Sanktuarium der dreifach aussergewöhnlichen Gottesmutter» sowie einen Aussichtsturm.

Der Rest der Etappe besteht aus einem Abstieg und kurz darauf erreichen wir den Etappenort Koszalin, wo die heutige Etappe vor der Kathedrale endet.

Von Koszalin bis Kolobrzeg gibt es erneut zwei Varianten, wobei die nördliche Route in zwei Etappen über Dobrzyka führt, die südliche in drei Etappen über Bialogard und Klopotowo.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl