Die heutige Etappe ist wieder einmal topfeben und praktisch genau auf Meereshöhe, kartographisch kann man also kaum Höhenunterschiede messen. Wir wandern durch die Ebene im Mündungsgebiet der Weichsel, das sich von der uns bereits bekannten Elbinger Höhe im Osten bis zur Danziger Dreistadt im Westen erstreckt, einer Gegend die wir noch vor uns haben.

Derart flache Mündungsgebiete sind oft durchzogen von Kanälen, Kanälen um möglichst grosse Landflächen trocken zu halten, aber auch Kanälen für die Schifffahrt. So könnten wir den Weg von Eblag bis zum heutigen Etappenort dank dem Jagiellonen Kanal auch per Schiff befahren. Dieser Kanal ist bereits 1483 in Betrieb genommen worden und dient seinem Zweck noch heute, nämlich Elblag mit dem Fluss Nogat zu verbinden.

Die Nogat überqueren wir auf der heutigen Etappe übrigens auch, und kommen damit in die Wojewodschaft Pommern, eine Region in der wir jetzt wieder eine Zeit lang nach Westen weiter wandern werden.

Am Etappenort gehört die Mitte des 19. Jh. erbaute neugotische «Kirche der Verklärung des Herrn» schon deshalb zu den Sehenswürdigkeiten, weil sie zu den wenigen Bauten gehört, welche die zwischenzeitlichen Ereignisse überlebt hat.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl