Die heutige Etappe führt uns parallel zum Ostseeufer jetzt wieder vorwiegend in westlicher Richtung über eine wellige Moränen-Hochebene. Die Sehenswürdigkeit dieser Etappe liegt im grossen Wald-, Sumpf- und Moorgebiet «Las Kolobrzeski», das lange Zeit ein Sperrgebiet war, da direkt daneben ein sowjetischer Flughafen lag. Nicht beeindruckt durch diese Sperrzone waren viele Vogelarten, die hier gerne nisten.

Auch dem Baumbestand hat diese Sperrzone gut getan, denn hier findet man die ältesten Buchen und Eichen Polens, direkt am Wegrand. Nicht genug damit, die ältesten Bäume tragen sogar Namen. Eine 650 Jahre alte Eiche heisst da zum Beispiel «Warzislaw», und die 800 jährige Eiche «Boleslaw» gilt als die älteste Eiche in ganz Polen.

Der Etappenort Kolobrzeg liegt an der Mündung des Flusses Parseta, hat eine über 1000-jährige Geschichte und gehört zu den ältesten Städten von ganz Polen. Heute lebt die Stadt zum grossen Teil von Kurgästen, von denen bis zu 40'000 untergebracht werden können. Unsere Etappe endet vor der Kathedrale Sankt Narien

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl