Auch auf dieser Etappe sind die Fahrrad-Pilger im Vorteil, denn sie können von Klopotowo bis Kolobrzeg problemlos durchfahren, während Pilger zu Fuss sich rechtzeitig nach Unterkünften zum Beispiel in agrotouristischen Betrieben erkundigen müssen, die vielleicht auch nicht direkt am Pilgerweg liegen.

Karlino ist ein grösserer Ort auf der heutigen Etappe der als Kreuzung der Ost-West- Strasse von Slupsk nach Szczeni und der Nord-Süd-Strasse von Kolobrzeg nach Grosspolen (ehemalige Salzstrasse) seit jeher eine privilegierte Verkehrslage hatte. Schon im 12. Jahrhundert wurden hier Wegzölle erhoben, und im 12. Jahrhundert erhielt Karlino das Stadtrecht.

Die Camminer Bischöfe, denen Karlino mehr als 300 Jahre gehörte, haben hier ein Schloss gebaut. Auch heute noch erinnern die Zeichen der Bischofswürde im Stadtwappen an diese Zeit. Das «Napoleon-Haus» erinnert daran, dass Napoleon hier 1807 Truppen stationiert hatte. Das älteste noch erhaltene Gebäude in Karlito stammt vom Ende des 15. Jh. Es ist die «Kirche des Erzengels Michael», ein dreischiffiges, gotisches Backsteingebäude.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl