Wie schon im Text der Voretappe erwähnt, werden Fussgänger sowohl am alten Zollposten in Gronowo wie auch am neuen an der Autobahn nicht durchgelassen. Wir haben deshalb empfohlen, von Mamonovo mit dem Zug nach Braniewo zu fahren. Wir fahren deshalb mit dieser Etappenbeschreibung in Braniewo in Polen weiter. Bei der Grenzüberquerung betreten wir Polen in der Wojewodschaft Warminsko-Mazurskie, in der auch Braniewo liegt. Was nicht geändert hat ist, dass wir weiterhin südlich des «Frischen Haff» pilgern.

Schon Braniewo ist ein Ort mit einer ganzen Reihe von Sehenswürdigkeiten und einer umfangreichen Geschichte, erwähnt sei hier lediglich die «Basilika der St. Katharina von Alexandrien». Unser heutiger Weg führt durch sehr flaches Gebiet, die Umgebung der beiden Bäche Posleka und Bauda kann man also kaum «Täler» nennen, Wir werden eine Vielzahl von grösseren und kleinen Kanälen und viele Wiesen sehen. Durch die Orte Utowo und Kleinowo kommen wir nach Rózaniez, von wo aus wir einen guten Blick auf das malerische «Frische Haff» geniessen können. Bei klarer Sicht sieht man am Horizont sogar die Weichselnehrung. Wir biegen links ab, kommen an die Mündung der Bauda, und auf der anderen Seite liegt der Etappenort Frombork. Wir müssen allerdings noch einen grossen Bogen landeinwärts machen, um den Ort trockenen Fusses zu erreichen. Unser heutiger Weg endet bei der Basilika Mariä Himmelfahrt und Sankt Andreas.

Hinweis(e)

Der Pilgerweg entlang dem Südufer der Ostsee hat verschiedene Namen, in Deutschland zum Beispiel auch «Baltisch-Westfälischer Jakobsweg». Von Polen aus ostwärts ist die Bezeichnung «Pommerscher Jakobsweg» geläufig. Wir bleiben in dieser Dokumentation beim länderübergreifenden Namen «Via Baltica», einerseits wegen der Kürze des Namens, und dann auch weil ihn Pilger nach Rom oder gar nach Jerusalem ebenfalls benutzen können.

Siehe auch

«Der Pommersche Jakobsweg Reiseführer»: www.en.re-create.pl