Das Schloss aus dem 19. Jh. in Mysêakowice

Das Schloss aus dem 19. Jh. in Mysêakowice

Auf der zweiten Etappe des Hirschberger Jakobsweges haben wir weniger Höhenmeter zu bewältigen aber der Weg verlangt trotzdem viel Kraft und Ausdauer. Die Landschaft zeigt sich von der schönsten Seite und bietet uns unvergessliche Aussichten. Wir kommen durch einige kleinere, ländliche Orte, und oft verläuft der Weg durch schattenspendende Wälder. Diese Etappe führt uns durch Jelenia Góra - eine der größten Städte der Woiwodschaft Niederschlesien. Attraktiv gelegen im Hirschberger Tal wurde die Stadt bereits im 13. Jh. erwähnt. Sehenswert ist hier eine im 18. Jh, aufgrund der Altranstädter Konvention errichtete evangelische Gnadenkirche. Nach 27 km kommen wir in Wrzeszczyn an. Dieses kleine Dorf hat mit der Bobertalsperre, die bei ihrer Fertigstellung (1912) die größte Talsperre Europas war eine außerordentliche Sehenswürdigkeit zu bieten.
Das Tiroler Haus in Mysêakowice

Das Tiroler Haus in Mysêakowice

Hinweis(e)

Der «Hirschberger Jakobsweg» ist einer unter vielen kurzen Jakobswegen in Polen und ist zugleich ein Zweig des «Niederschlesischen Jakobswegs». Er ermöglicht den Pilgern aus der südwestlichen Ecke Polens die transnationalen Jakobswege zu erreichen. Der «Polenweg» - der Jakobsweg in Polen, wie wir ihn hier abgekürzt nennen, besteht eigentlich aus 2 Teilen, nämlich von Mogilno bis Glogów dem «Großpolnischen Jakobsweg», und von Glogów bis Zgorzelec/Görlitz dem «Niederschlesischen Jakobsweg». Der Weg führt uns also aus der Region Großpolen ins Drei-Länder-Eck von Polen, Deutschland und der Tschechischen Republik, von wo aus die Pilgerreise auf Anschlusswegen westwärts weiter geht.