Rathaus auf dem Altmarkt in Leszno

Rathaus auf dem Altmarkt in Leszno

Die heutige Etappe führt uns zügig westwärts, und ab Niechłód dann südwestwärts, und die Landschaft bleibt extrem flach. Auf dieser Etappe passieren wir (etwa drei Kilometer vor Osowa Sień) die Grenze zwischen den Wojewodschaften wielkopolskie und lubuskie, wobei wir immer noch in der Region Wielkopolska (Großpolen) sind. Von Leszno aus bis Święciechowa gehen wir den Weg, den im Jahre 1000 der deutsche Kaiser Otto III. als Pilger zum Grabe von hl. Adalbert in Gniezno gegangen sein soll. In Święciechowa finden wir eine Jakobskirche aus dem 15. Jh. mit einer Barockausstattung. In Niechłód befindet sich eine Holzkirche aus dem 18. Jh., die als Beispiel hölzerner Kirchenarchitektur in Großpolen gelten kann. Nach 23 Kilometern der flachen Etappe erreichen wir unser heutiges Ziel - Wschowa. Die Stadt liegt auf der historischen Strecke zwischen Poznań (dt. Posen) und Głogów (dt. Glogau). Nach der zweiten Teilung Polens im 18. Jh. blieb Wschowa bis 1945 in den Grenzen Deutschlands. Interessant ist das Stadtzentrum mit malerischen Bürgerhäusern und dem Rathaus aus der Renaissancezeit. Das Franziskanerkloster, Klasztornastraße 2, Tel. +48/65 540 73 45 (klasztor@wschowa.com.pl) können wir besichtigen, und wir können dort auch übernachten.