Castello della Chiocciola

Castello della Chiocciola

Die heutige Etappe nach Siena, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist nicht durch Siedlungen auf dem Weg geprägt sondern eher durch landschaftliche Eindrücke. Das lässt uns somit Zeit, uns auf Siena vorzubereiten, einer sehr sehenswerten Stadt, seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe. Unser heutiger Weg endet auf der «Piazza Il Campo».
Monteriggioni von Süden

Monteriggioni von Süden

Die Gründungsgeschichte der Stadt Siena geht auf Romulus und Remus zurück, die römischen Zwillinge, die von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden seien. Ein Sohn des Remus, Senius, sei der Namensgeber der Stadt Siena gewesen. Auf diese Sage ist auch zurückzuführen, dass die Stadt Siena eine Wölfin im Wappen trägt.

Siena erlebte seine wirtschaftliche Blüte in der Periode von 1287 bis 1355, als ein Regierungsbündnis von 9 Kaufleuten die Geschicke der Stadt leitete, unter Ausschluss des Adels. 1348 brach in der Stadt die Pest aus, und mehr als die Hälfte der Einwohner starben. Diese Seuche beendete auch die wirtschaftliche Blütezeit Sienas.

Castello della Chiocciola

Castello della Chiocciola

Von den vielen Sehenswürdigkeiten seien hier nur deren zwei erwähnt, nämlich zuerst die «Piazza Il Campo», wo im Sommer der Palio stattfindet, ein Wettkampf zwischen den Stadtteilen in historischen Trachten hoch zu Pferd. Der Palazzo Publico am Platz verfügt über einen gut 100 Meter hohen Turm, der zugänglich ist und eine einmalige Rundsicht erlaubt.

Castello di Villa

Castello di Villa

Die zweite hier erwähnte Sehenswürdigkeit ist der Dom, bei dem sowohl das Innere als auch der Turm aus schwarzem und weissem Marmor gebaut wurden, was eine auffällige Struktur ergibt.

Hinweis(e)

Die «Via Francigena» ist einer der 3 christlichen Pilgerwege des Mittelalters, dessen Hauptachse von Canterbury in England nach Rom führt. Diese Dokumentation gibt vorerst den meistbegangenen Abschnitt von Lausanne nach Rom wieder.