Dom von Montefiascone

Dom von Montefiascone

Auch der heutige Etappenort Montefiascone liegt noch in der Nähe des «Lago di Bolsena», allerdings am südöstlichen Ende, und nicht mehr direkt am Ufer, sondern etwa 300 Meter über dem See. Wir bleiben in der Provinz Viterbo und treffen unterwegs auf wenig Siedlungen, weshalb wir 2 Bachgräben (Fosso) zur optischen Unterteilung der Strecke gewählt haben. Auf der heutigen Strecke, teilweise sogar auf der antiken Via Cassia, werden wir immer wieder Blicke über den See geniessen können.
Herbtsfarben oberhalb des Lago di Bolsena

Herbtsfarben oberhalb des Lago di Bolsena

Die strategisch günstige Lage der Stadt Montefiascone wurde schon von den Römern geschätzt, und später auch von Päpsten, denn auch diese kirchlichen Oberhäupter wurden nicht immer in Ruhe gelassen und mussten teilweise sogar dem gefährlichen Rom entfliehen. So war die Festung «Rocca dei Papi» der letzte Wohnsitz des Papstes in Italien vor dem Exil in Avignon, und nach seiner Rückkehr auch wieder der erste Wohnsitz. Der Bau der Kathedrale «Santa Margherita» mit der imposanten Kuppel wurde 1519 begonnen und im 17. Jh. beendet.

Regen im Anzug beim Lago di Bolsena

Regen im Anzug beim Lago di Bolsena

In Montefiascone trifft uch die von Stade (Nähe Hamburg) kommende, 2000 Kiometer lnge Via Romea auf die Via Francigena, wir haben also gute Chancen, schon heute Abend in der Unterkunft oder aber morgen auf der Folgeetappe auf Pilger zu trefffen, die wir in den letzten Tagen noch nicht gesehen haben, und wir werden uns gegenseitig einiges zu erzählen haben.

Hinweis(e)

Die «Via Francigena» ist einer der 3 christlichen Pilgerwege des Mittelalters, dessen Hauptachse von Canterbury in England nach Rom führt. Diese Dokumentation gibt vorerst den meistbegangenen Abschnitt von Lausanne nach Rom wieder.