sanfte und wilde Landschaft vor Bulnes

sanfte und wilde Landschaft vor Bulnes

In Sotres beginnen wir diese Etappe, indem wir rund 1 Kilometer auf den Weg zurückwandern, auf dem wir am Vortag hergekommen sind, dieses mal aber steil hinab zur Verzweigung bei den Almhütten. Der GR-203 wird Richtung Pandébano und Vega Urriellu ausgeschildert.

Hinter einer Gruppe Almhütten bergauf kommen wir zu einer Stelle, an der die Piste breit wird und wo es einige Wegweiser und Orientierungstafeln gibt.

da drüben gehts weiter

da drüben gehts weiter

Kurz vor Bulnes erreichen wir eine schöne Almweide auf der verstreut stehende Hütten sind. Auf der linken Seite sehen wir den 2.519 hohen Pico Urriellu oder Naranjo de Bulnes, den charakteristischsten Berg Spaniens, einer der beliebtesten und schwierigsten Kletterberge der Welt. Wir stehen hier genau 1.500 m unter dem Gipfel.

In Bulnes gibt es ein Hotel und eine Herberge. Diese bietet in einem Gemeinschaftsraum für 40 Personen Platz, 17 auf Liegen der Rest auf Matratzen. Keine Kochmöglichkeit. Reservierung dringend empfohlen, da, wenn voll, dann voll.

ich hab dich lieb

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Hinweis(e)

Der Camino del Norte (auch Küstenweg genannt) führt uns von der französisch/spanischen Grenze am Golf von Biskaya aus weitgehend der spanischen Nordküste entlang westwärts, um dann erst wenige Etappen vor Santiago landeinwärts die kantabrische Küste und somit den Atlantik zu verlassen. Dieser knapp 900 km lange Pilgerweg ist historisch gesehen älter als der heutige Camino Francès, da im Mittelalter der muslimische Einflussbereich noch weit in den Norden Spaniens reichte. Erst das Heer der Asturier unter dem Feldherrn Pelayo besiegte im 7. Jh die Mauren zum ersten Mal und drängte sie in den Süden zurück. Der Camino del Norte erlebt neuerdings aber wieder eine Renaissance, da viele Pilger dem Massentourismus auf dem Camino Francès ausweichen möchten.

links liegt das Urriellu-Massiv

links liegt das Urriellu-Massiv

Diese alternative Streckenführung von San Vicente de la Barquera bis Villaviciosa, wird bis zum Kloster Torribio «Camino de Santo Toribio» genannt, und danach als «Reconquista» (Fluchtweg der Mauren), die uns durch das gebirgige Hinterland führt. Höhepunkte dieser Alternative sind nebst dem gleichnamigen Kloster die beeindruckenden «Picos de Europa» im gleichnamigen Nationalpark, wo wir einige Tage wandern werden. Historisch interessant sind auch die Stätten, wo die Rückeroberung des von den Mauren besetzten Spaniens im 7. Jh. ihren Anfang nahm.